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Macht vollends bei Gaugamela (331), wodurch er Herrvon ganz Asien wurde.
Alexander war nicht bloß ein kluger Eroberer, wiesein Vater Philipp; er war ein großartig angelegter Geist,der wit kühnem Muthe die beivuuderungswürdigste Weis-heit und bett überraschendsten Scharfblick verband. Dahertrugen auch seine Feldznge nicht nur ven Charakter vonEroberungszügen, sondern auch von Entdeckungsreisen.Er verbreitete Licht über Länder, die man früher nuraus Märchen kannte. Namentlich gilt dies von Indien, daser nur wegen des Mißmuthes seiner Soldaten nicht ganzerobern und erforschen konnte. Leider ereilte ihn schnell nach-her und allzufrüh — er war erst zwei und dreißig Jahrealt — der Tod (323 v. Chr.). Nichts war in seinemgroßen Reiche geordnet, und deßhalb wurde dasselbe umso leichter eine Beute der mächtigen Nöiner.
XIII. Italien, der natürliche Mittelpunkt der altenVölkergeschichte.
Betrachten wir die geographische Lage Italiens inVerbindung mit den andern Ländern der Erde, so zeigtsich, daß ihm schon dadurch eine große, weltgeschicht-liche Bedeutung angewiesen sei. Verbunden mit den nor-dischen Länder» und doch geschützt gegen sie durch diemächtige Gebirgswand der Alpen, hinausragend in dasherrliche Meer, welches Asien und Afrika mit Europaverbindet, und dadurch jenen Erdtheilen näher gerückt, ansich selbst von bedeutender Größe (5800 Quadratmeilen),nicht so von Gebirgen zerklüftet wie Griechenland, voll brei-ter Ebenen, in sich reich an allen natürlichen Erzeugnissenund vom schönsten Himmel überwölbt, — scheint Italienmehr als irgend ein anderes Land geeignet, ein großesVolk zu ernähren und ihm alle Mittel der reichsten undfreiesteir Entwicklung zu bieten. Schon die Alten selbst,Griechen wie Römer, haben diese natürlichen Vorziige