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Illustrirte Weltgeschichte in Charakterbildern in verbindung mit einem Abriss der Geschichte : für Schule und Haus / bearb. von Franz Xav. Wetzel
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Die erste bedeutende Vergrößerung erhielt die Stadtdurch den Beitritt einer sabiuischeu Gemeinde, welche dieHöhen des Quirinals inne hatte. Die beiden so vereinig-ten Stämme machten den capitolinischen Hügel zuihrer gemeinsamen Burg, welche durch schroffe Tufswändegegen den Fluß und gegen den Norden hin gesichert war.Das zwischen dem Capital und dem Palatin liegendeThal, das Forum, diente zu Versammlungen, und hießdaher Comitium. Unter den folgenden Königen wird derweise Numa Pompilius als jener genannt, welcher denUmfang der Stadt auf fünf Thore erweiterte. TullusHostilins soll den CölinS mit den Bewohnern des zer-störten Alba langn bevölkert haben. Von Ancus Marciuswird erzählt, daß er abermals aus den überwundenenVölkerschaften die Stadt vergrößerte und auf dem Aven-tin eine An sied lung gründete. Als Begründer der Stadt,wie sie bis in die Kaiserzeiten hinein bestand, gilt derKönig Servius Tullius. Er vereinigte mit der altenStadt den Quirinal, Viminal und Esquilin, imdem er diese Hügel in die Einfriedung der Mauer hinein-zog, welche von ihm den Namen trug. Wohl 25 Thoreöffneten sich in dieser Ringmauer, welche die in vier Re-gionen getheilte Siebenhügelstadt in einem Umkreise vonungefähr acht Meilen umschloß. Mit der steigenden Be-völkerung wurde aber die Ringmauer der alten Stadtbald zu klein, und es entstanden allmälig bedeutende Vor-städte, die »ach und nach in das Weichbild aufgenommenwurden. Zu gleicher Zeit begannen die Römer, durch ihreSiegesbeute reich geworden, riesenhafte Bauten aufzu-führen, so daß Kaiser Augustus mit gewissem Rechte denRuhm in Anspruch nehmen konnte, die Stadt ausLehm in eine Marmorstadt verwandelt zu ha-ben. Tempel an Tempel, Basiliken und Foren entstandenin sich überbietender Pracht und stets großartiger wer-denden Verhältnissen.