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Illustrirte Weltgeschichte in Charakterbildern in verbindung mit einem Abriss der Geschichte : für Schule und Haus / bearb. von Franz Xav. Wetzel
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Betroffen stand das Heer vor den Alpen. Sie zuübersteigen, schien unmöglich. Nur Hannibal zagte nicht.Er versammelte seine Soldaten um sich und hielt an sieeine kräftige, ermunternde Rede, die allen Unmuth ent-fernte. Sie singen getrost an, mit ihm hinanzuklettern.Aber kaum waren sie etwas höher gekommen, da begannerst recht das Elend. Sie konnten auf den glatten Eis-massen keinen festen Fuß fassen; bald glitt der Eine, baldder Andere aus und stürzte jählings den Berg hinunter.Bald nieinten sie, auf festen Boden zu treten; aber siehe,es ist nur leichter Schnee oben über einer Felsenklippezusammengesroren, unten der Abgrund, in welchen dieUnglücklichen stürzen. Dann fällt ein Elephant, dannrollt ein Wagen zurück und reißt Alles hinter sich mitfort in's Verderben. Dazu stürzen die wilden Bewohneraus den Schluchten und Höhlen hervor und überfalle):die nlüden Kletternden. Verzweiflung sah man auf allenGesichtern. Hannibal sprach überall seinen müden Sol-daten Muth ein: „Bald haben wir die Spitze erreicht,bergunter wird es besser gehen!"

Nach tausend Mühseligkeiten hatten sie endlich dieseerklommen und standen oben auf den: Cenis. Hier ließer seine ausgehungerten und fast erstarrten Soldaten aus-ruhen. Von den eisigen Wolkenhöhen hinab zeigte er ihnenin weiter Ferne die sonnenhellen Flure,: des schönen Ita-liens. Da bekam das Heer frischen Muth und sing ge-trost an hinabzusteigen. Aber die Schwierigkeiten hiebciwaren fast noch größer. Sie konnten sich auf betn glatten,abschüssigen Boden gar nicht halten. Jeder Tritt warunsicher, war lebensgefährlich. Jeden Augenblick sah manneues Unglück. Endlich nach Verlauf von fünfzehn schreck-lichen Tagen hattet: die bleichen Krieger die Ebene Ita-liens erreicht.

Wie erschrack Hannibal, als er seine Mannschaft mu-sterte! Fast die Hälfte war uingekonnnen. Nur noch etwa