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26,000 Mann Fußvolk und 6000 Reiter hatte er bei sich.Er suchte die am Fuße des Gebirges ivohueudeu Gallier,die ohnehin Feinde der Römer waren, auf seine Seite zubringen und mit ihnen sein Heer zu verstärken.
Mit diesem Heere griff nun der kühne Kriegshelddie erstaunten und betroffenen Römer in ihrem eigenenLande an, brachte ihnen Niederlage auf Niederlage bei,schlug die römischen Consuln Sempronius und Flaminiusan der Trebia (218) und am See Trasimenus (217) underrang endlich bei Cannä (216) den glänzendsten Sieg,der 45,000 römischen Bürgern, 80 Senatoren und derganzen Ritterschaft das Leben kostete. Da war Hannibalauf dem Gipfel seines Ruhmes angelangt. Hätte ihnseine Vaterstadt in diesem Augenblicke mit Geld und Trup-pen unterstützt, er würde wohl in kurzer Zeit Herr vonganz Italien geworden sein. Aber von seinen eigenenMitbürgern verlassen, konnte er den Sieg nicht ausnützenund mußte eine Stellung nach der andern wiederum fahrenlassen, bis er endlich, von den Römern im eigenen Landeangegriffen, bei Zama eine traurige Niederlage erlitt(202). Noch einmal suchte er seine tiefgebeugte Vaterstadtvon dem römischen Joche zu befreien, indem er die Königevon Syrien und Bithynien zum Aufstande gegen die Römerreizte. Aber er wurde, verrathen, und das Hans, woriner war, umzingelt. In dieser verziveiflnngsvollen Lagenahm er Gift.
Die Helden des Alterthums sind eben nurgroß an Körper und Geist, ungeheuer klein aberan Charakter und Tugend; erst das Christen-thum hat die wahren Tugendhelden hervorge-b r a ch t.
XVIII« Cäsar, der bedeutendste Römer.
Der Mann, welcher mitten in den unheilvollen Bür-gerkriegen mit sicherer Hand und genialem Geiste das