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Illustrirte Weltgeschichte in Charakterbildern in verbindung mit einem Abriss der Geschichte : für Schule und Haus / bearb. von Franz Xav. Wetzel
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Enphrat in festen Standlagern aufgestellt. Für die Sicher-heit der Stadt sorgte die unter einem Präfekte» stehendekaiserliche Leibgarde. Die Flotte war in den Hafen vonMisenum, Ravenna und Forum Julii (Frejus) vertheiltund hatte die Meere zu überwachen.

Je mächtiger jedoch das Reich wurde, desto tiefer sankendie Sitten. Durch den steigenden Verkehr mit Griechenland,Asien und Aegypten nahmen auch die orientalische Pracht-liebe, Luxus, Schwelgerei und Weichlichkeit in der be-denklichsten Weise überhand. Als um 290 v. Chr. dieSamniter Gesandte an Curius Dentatns schickten,damit er bei seinen Mitbürgern den Frieden für sie ver-mitteln helfe, da sanden sie den römischen Consul inseinem kleinen Hause auf einer hölzernen Bank beimFeuerherde sitzen, wo er ein Gericht Rüben, das er sichsoeben gekocht hatte, aus einer hölzernen Schüssel aß.Jetzt war es anders geworden. Der Consul Cicero be-saß ein Haus, das 240,000, Clodius eines, das 800,000Thaler gekostet hatte. Vor allen ragte der Palast desMäcenas, des Freundes und Rathgebers des Augustus,majestätisch hervor. Das Theater, welches MarcusScaurus auf eigene Kosten aus Marmor erbaute, unddessen eigentlicher Schauplatz mit dreitausend griechischenStatuen und bett kostbarsten Gemälden ausgeschmückt war,faßte 80,000, der Circus maximus 250,000 Zuschauer.Daneben ftnnben die riesigen Säulenhallen des Forum,die Bassins für Seegefechte, die Bäder, die Triumphbo-gen, die Ehrensäulen und Wasserleitungen, deren Be-schreibung ein ganzes Buch anfüllte. Der Römer liebstesVergnügen aber war, Menschen auf Leben und Tod gegeneinander käinpfen zu sehen. Dies geschah in den Amphi-theatern, bereit größtes in Ront, von Vespasian erbaut,zum Theil noch steht und — wahrscheinlich von seinenkolossalen Verhältnissen — Colosseum genannt wird.

Der Aufwand und Luxus einzelner Bürger übersteigt