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Nom kam, ernannte ihn der Papst Gregor II., znr Vc-lohnung seines apostolische» Eifers, zum Bischöfe vonDeutschland und gab ihm den Namen Bouifazius.
So zog nun der Apostel im Auftrage des Papstes überdie Alpen, durch Bayern wieder nach Hessen und Thürin-gen, lehrte überall das Wort Gottes mit dem besten Erfolgeund zertrümmerte die Götzenbilder. Bei Geismar in Hessenstand eine uralte, dem Douuergotte heilige Eiche, unterwelcher die heidnischen Bewohner dieser Gegend ihre Opferdarzubringen pflegten. Sobald der hl. Bouifazius erfuhr,dgß dieser Baum für unverletzlich galt, legte er, um denAberglaube» zu überführen, die Axt an denselben. Er-schrocken standen die Heiden umher und blickten bald nachdem Apostel, bald nach dem Himmel, ob ihre Götterkeine Blitze zerschmetternd auf den kühnen Frevler her-abschleuderm würden; aber der Baum fiel, und der Apostelstand unverletzt. Der Fall der Eiche war zugleich der Falldes Heideuthums. Die Heide» entsagten ihren ohnmächtigenGöttern, welche ihr Heiligthum nicht einmal vor schwachenMenschenhänden hatten schützen können und ließen sichtaufen. Bouifazius baute aus dem Holze des gefälltenBaumes ein Kirchleiu und weihete es dem hl. Petrus.
Immer weiter, bis tief nach Bayern, dehnte er all-mälig den Kreis seiner Wirksamkeit aus. Der neue PapstGregor in. hatte ihn zum Erzbischofe der neu bekehrtenLänder ernannt und ihm zugleich die Vollmacht ertheilt,Bisthümer in denselben zu errichten. Mit dieser apostolischenVollmacht ausgestattet, ordnete er die Kirche in Bayern undtheilte sie in 4 Bisthümer: Negeusburg, Salzburg,Freisiugeu und Pas sau. Au den Grenzen von Bayernweihte er seinen Schüler Willibald zum Bischöfe vonEichstädt und Burkard zum Bischöfe von Würzburg.Auch für eine große Bildungsschule des mittlern Deutsch-lands sorgte er. Im Jahre 744 gründete er durchleinen trefflichen Schüler Sturm, der aus dem Norikum