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Illustrirte Weltgeschichte in Charakterbildern in verbindung mit einem Abriss der Geschichte : für Schule und Haus / bearb. von Franz Xav. Wetzel
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Denkmal errichtete ihm noch in unsern Tagen KönigLudwig von Bayern durch den Bau der Basilika mitdem Benediktinerkloster zu Miinchen.

Das Christenthum aber breitete immer weiter sich ausund trieb immer herrlichere Blüthen, so daß nach undnach das ganze Land in einen christlichen Staat umgewan-delt wurde.

XXIV. Muhllined und seine Lehre.

Schon im siebenten Jahrhundert bedrohte ein gewal-tiger Feind das Christenthum in Europa, der Muha-medauismus oder der Islam, wie die Lehre Muha-meds hieß.

Muhamed (der Gepriesene) war im Jahre 571 zuMekka geboren und gehörte zu dem edleu Stamme derKureisch, welcher die Regierung zu Mekka und die Auf-sicht über den berühmten Tempel daselbst, die Kaaba,erblich besaß. Seine ©ttern starben früh. Sie hinterließenihm eine nur unbedeutende Erbschaft. Nun nahm seinGroßvater den sechsjährigen Knaben zu sich und dreiJahre später sein Oheim Abu Talib. Dieser war einthätiger Kaufmann, der in seinen Geschäften weite Reisenmachte, auf welchen ihn sein Zögling begleiten durfte.

Mit tiefem Schmerze sah Muhamed den Zerfall vater-ländischer Sitten und die Zwistigkeiten der Stämme un-ter einander. Da trieb ihn sein Geist in die WüstenGanze Tage brachte er in düstern Höhlen und schauer-lichen Felseuklüften zu. Sein geheimnißvolles Wesen er-füllte die Seiuigen mit geheimnißvollen Ahnungen. Dortin stiller Einsamkeit verloren sich seine Gedanken in Grü-beleien über Religionsgegenstände. Der Glaube, in welchemer erzogen war, die Lehre Moses und Christi gingen anseiner Seele vorüber, aber keine dieser Lehren befriedigtesein Gemüth. Deil Glauben seines Volkes, welches dieerschaffenen Werke als Götter anbetete, erkannte er bald