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schirmen, keinen Schimpf gegen Edelfranen zn dulden undalle Ungläubigen zu verfolgen. Hierauf empfing er ausder Hand eines Ritters, oder einer Edelfrau Sporen,Handschuh und Panzer. Dann kniete er vor deni Ritternieder, der ihm dreimal mit flacher Klinge sanft auf Halsund Schulter schlug. Das war der Ritterschlag. Nunschmückte man den junge» Ritter auch noch mit Helm, Schildund Lanze und führte ihm ein Pferd vor, auf welcheser sich sogleich schwang und es fröhlich durch die Mengeder jubelnden Zuschauer tunnnelte. Große Feste beschlossendie Feierlichkeiten des Tages.
Zur Zeit der Krcuzzüge, wo das Ritterthum in Folgeder unablässigen Känipfe in seiner schönsten Blüthe stand,bildeten sich sogar enge Verbrüderungen der Ritter untereinander und gaben ihren! Stande die Weihe von Ritter-orden. Das waren die Orden der Johanniter, derTempelherren und der Deutschen.
Die Johanniter hatten ein Spital in der Nähe deshl. Grabes gebaut, in welchem kranke und hilflose Pilgerunentgeltlich verpflegt werden sollten. Als Schutzpatrondieser frommen und nützlichen Stiftung wurde der hl.Johannes der Täufer gewählt. Darum hießen die Ordens-brüder Johanniter, auch wohl Hospitalbrüder.
Der Orden der Tempelherren wurde von neunfranzösischen Rittern gestiftet, die sich zu dem Zwecke ver-einigten, die Pilger durch Palästina zu begleiten und siemit bewaffneter Hand gegen die Anfälle der Ungläubigenzu schützen. B a l d u i n, nach Gottfried von Bouillon Königvon Jerusalem, räumte ihnen eine Wohnung auf demPlatze ein, ivo ehedem der Tempel Salomo's stand. Hievonbekamen sie den Namen Tempelherren oder Templer.
In Acco n hatte sich zur Verpflegung deutscher Krankenein Verein von Deutschen gebildet, welchen Herzog Friedrichvon Schwaben unter dem Namen „der Deutsche oderM a r i a n e r - N i t t e r o r d e n" zn einem Orden erhob. —