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den, weil das sittlichste und reinste in der Ge-schichte des Schweizerlandcs. Es war die Zeitder Eintracht, der Aufopferung, der Kraft, der Mäßigung,der Großmuth. Die Eidgenossen kämpften weder fürReichthum, »och für Eroberungen, sondern für Erlan-gung und Bewahrung des ersten Gutes in den Augeneines Volkes — für die Freiheit. Der damalige Schwei-zer, meistens noch Feldbauer oder Hirte, war einfach und
Arnold von Winkelrird.
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männlich in seinen Sitten, unerschrocken im Kampfe, red-lich im Handel, voll Thatkraft und von Jugend aus ge-ivohnt, in Kopf und Herz die Sache der Freiheit wie dieReligion der Vater hoch ;u halten. „Gott und Vaterland!"war der Wahlsprnch der alten Eidgenossen. Dieser edle,zugleich fromme und nationale Geist gab sich in allenHandlungen des häuslichen und öffentlichen Lebens kund:auf dem Schlachtfelde, wo das ganze Heer, bevor es siegteoder starb, sich auf die Kniee niederwarf; nach dem Siege