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sicher bett unermeßlichen Einfluß der Religion als dieruhmwürdige Geschichte dieses Heldenvolkes. Der Soldatist eben niemals tapferer, als wenn er ein guter Christ ist.Beinahe alle spanischen Soldaten waren Helden, und allediese Helden starben wie Ferdinand von Castilien,der aus dem Sterbelager in den letzten Augenblicken nochdas Kruzifix fest in seine Hände drückte und die schönenWorte sprach: „Herr, so viel hast Du geduldet aus Liebezu mir, und was habe ich Armer aus Liebe zu Dir gethan?"
Diese große Thatsache wird nur bestätiget durch denEinfluß, den nachmals die Religion in Spanien ausübte.Nachdem durch die Eroberung von Granada das letzteBollwerk der Mauren gefallen war, und die spanischeNation dnrch die Verehlichung Ferdinands von Ara-gonien mit Jsabella von Castilien nur mehr eineinziges Köitigreich bildete, entwickelte die Religion erstihren vollen Glanz und ihre ganze Kraft; ihr Leuchtenkonnte nicht einmal durch bett unerhörten Glanz einerKrone verfinstert werden, an welcher als ebenso vielekostbare Steine neue Provinzen und neue Welten befestigetwurden. Je mehr das Ansehen und die Macht Spanienswuchsen, desto höher stieg auch das Ansehen der Religion,und desto nachhaltiger wirkte ihr Einfluß. Spanien warkatholisch: in diesem einen Worte liegt seine ganzeGroße, und der ganze Ruhm seiner Herrscher in dem ihnenvom Papste beigelegten Ehrentitel: der Katholischen.
XL1I. Die Entdeckung Ainerikn's, daß Werkder katholischen Kirche.
Christoph Columbus, der Entdecker Amerika's,war der Sprosse einer edlen Familie aus Piacenza,welche, iu den lotnbardischen Kriegeit verarmt, sich derSchisffahrt zugeivendet hatte. Auch Christoph wurde Ma-trose. Schon mit vierzehn Jahren begab er sich auf dieSee, leistete Dienste auf neapolitanischen unb genuesischen