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son pittore!“ „Auch ich bin ein Maler!" Er war einMeister in der Farbengebung. Seine berühmtesten Werkesind die Ausmalung der Kuppel von Sän Giovanni,und derjenigen des Domes von Parma, die Vermäh-lnng der hl. Katharina, die Madonna della Seodella, sogenannt von der Schale, welche Maria in der Hand hält,die Kreuzabnahme und die hl. Nacht oder die Anbetung derHirten. Dieses Bild ist jetzt ein Jnivel der ©diene zuDresden.
Eine Größe wie Correggio und ein besonderer Lieb-ling Kaiser Karl V. war Tizian. Als der große Kaisersich in Bologna von dem großen Künstler malen ließ, fieldem Tizian der Pinsel aus der Hand. Karl hob denselbenmit den Worten auf: „Tizian verdient auch vom Kaiserbedient zu werden." Im Jahre 1532 erhob ihn der Kaiserin den Adelsstand und wies ihm einen Jahresgehalt von200 Scudi an. Später wurde derselbe vom Kaiser nachAugsburg an den Hof Karls berufen; so oft er mit aus-ritt, hatte der Künstler den Ehrenplatz. — Tizian ver-stand es ganz besonders, die Natur im Bilde wiederzu-geben. Als einst ein Porträt Papst Paul III., in Lebens-größe geinalt, von Tizian in Rom am Fenster znm Trock-nen ausgestellt war, kniete das Volk andächtig nieder, inder Meinung, es sei der leibhaftige Papst, und erwartete,er werde den Segen spenden.
Wir haben hier nur die hauptsächlichsten Maler Ita-liens genannt; aber das ganze Volk ist so zu sagen einKünstlervolk. Steht sie nicht einzig da, die Kunstbegeiste-rung jenes Volkes, welches die Schöpfungen seiner Künstlerwie Gaben Gottes verehrte und großartige Gemälde inProcession aus der Werkstätte des Künstlers in die Kirchetrug? In Deutschland wurden damals die Bilder ausden Tempeln geworfen: Italien schmückte seine Gottes-häuser mit den herrlichsten Gemälden. Rom, die Haupt-stadt der katholischen Welt, ist auch das große Heiligthum