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tritt, für den Trödelmarkt dutzendweise, ein bis zweiPiaster das Stück, verfertigte; sie kamen in der Regelnach Amerika. Im vierundzwanzigsten Jahre sah er einGemälde von Velasqnez. Nun hatte er keine Ruhe mehr;er arbeitete unablässig, bis er so viel Geld zusammengebracht hatte, um eine Reise nach Madrid, wo Velas-quez sich aufhielt, unternehmen zu können. Er erreichtezu Fuß die Hauptstadt. Velasqnez nahm sich hochherzigdes jungen Malers an, ermuthigte ihn, gab ihm Rathund Lehre, verschaffte ihm Arbeit und Zutritt zu allenKunstschätzen in Madrid. Drei Jahre lang war Murillounermüdlich thätig. Dann kehrte er nach Sevilla zurück,das er bis zu seinem Tode nicht mehr verließ. Raschstieg er da zur höchsten Meisterschaft und zu unsterbli-chem Ruhme empor. Die Zahl seiner Gemälde ist außer-ordentlich groß; nicht bloß Spanien, sondern alle großenSammlungen Europa's sind stolz auf den Besitz der-selben.
Auch die Deutschen sind in der Malerei nicht zu-rückgeblieben. Albrecht Dürer (1471—1528) ist derVater der deutschen Schule. Sein Vater ivar Goldarbeiterzu Nürnberg und der Sohn erlernte dasselbe Gewerbe.Aber in seinem fünfzehnten Jahre konnte er dem Drängeseines Herzens nicht mehr widerstehen, ein Maler zuwerden. Nasch stieg sein Ansehen. Er wurde Hofmalerbei Kaiser Maximilian I. und Karl V.; Kaiser Max sollthut sogar beim Malen zuweilen die Leiter gehalten ha-ben. Personen höchsten Ranges warben um seine Freund-schaft. Jni Kupferstechen machte er neue Erfindungenund lieferte Holzschnitte, die man von Kupferstichen kaumunterscheiden konnte. Seine Kunstschöpfungen erstrecktensich auf alle nur denkbaren Dinge: außer den religiösennahm er sich geschichtliche, mythologische, humoristische Ge-genstände, Landschaften, Gebäulichkeiten, Portraits u. s. w.zum Borwurf; auch erfand er die Aetzkunst.