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Illustrirte Weltgeschichte in Charakterbildern in verbindung mit einem Abriss der Geschichte : für Schule und Haus / bearb. von Franz Xav. Wetzel
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goß der feierliche Gottesdienst eine Ruhe in sein Herz,die er im Getümmel des Krieges nie gekostet hatte.Selten war wohl in Deutschland der Eifer, frommeStiftungen zu machen, so groß, als gleich nach dem drei-ßigjährigen Kriege, und nie war den Deutschen das na-menlose Unglück der Kirchentrennung klarer, als damals.

LII. Johann Sobieski und Prinz Eugen.

Die zwei größten Helden im Kampfe gegen die Türkensind Johann Sobieski und Prinz Eugen vonS a v o y e ii.

Johann Sobieski ist geboren am 2. Juni 1624zu Olesko in Galizien. Er stammte aus einer uraltenFamilie, deren Andenken er selbst der Nachwelt aufbewahrthat. „Die einzigen Kriege," schreibt er, „die ich gernerwähnen möchte, sind die hl. Kriege; die Helden, vondenen ich abzustammen stolz bin, färbten mit ihrem Blutedas Land der Ungläubigen und hinterließen mir als Erb-theil die Rache an den Barbaren. Ich will hier nurvon einem meiner Vorfahren, dem Markus Sobieski,sprechen, dem Nebenbuhler des berühmten Zamoyski unterder Regierung des Stephan Bathorp, welcher zu sagenpflegte, wenn er sich wegen der Vertheidigung des Vater-landes wie in alten Zeiten auf einen einzigen Menschenverlassen niüßte, so würde er keinen Augenblick Bedenkentragen, Markus Sobieski als den Helden Polens zu be-zeichnen. Jakob Sobieski war der Sohn des Markusund mein Vater —, und sein Andenken bleibt tief inmein Herz eingegraben. Er machte seine ersten Feld-züge unter dem großen Zolkiewski und den Feldzug gegenMoskau mit, welcher dem jungen Ladislaus den Thronder Czaren verschaffte. Beim Sturm auf Moskau ver-wundet, nahm mein Vater dennoch an allen Feldzügenin dieser stürmischen Zeit Antheil. Er war es, derden ruhmvollen Frieden von Chazim mit dem Sultan