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Illustrirte Weltgeschichte in Charakterbildern in verbindung mit einem Abriss der Geschichte : für Schule und Haus / bearb. von Franz Xav. Wetzel
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Osmau schloß. Viermal ernannten ihn die Landbotenim Reichstag zum Marschall, und er stieg von Stufe zuStufe bis zum Castellan von Krakau." Vom Helden-geiste der Mutter Sobieski's gewinnen wir einen Begriff,wenn wir hören, daß sie im Sommer, wo sie ihrenruhmvollen Sohn gebar, mit ihrer Mutter und Groß-mutter an der Spitze ihres Hausgesindes gegen eineBande Tataren ihr Schloß, ihre Ehre und ihr Lebenglücklich vertheidigte. Wenn das Wort des römischenDichters wahr ist, daß „von Helden Helden stammen",dann war Sobieski zum Helden geboren.

Sein Vater sorgte für eine glänzende Erziehung desKnaben. Der junge Sobieski erlernte sieben oder achtSprachen, kannte die Literatur fremder Länder und wußtemit gleichem Erfolge den Pinsel, die Feder, die Guitarrezu handhaben; er war ein trefflicher Reiter und verstandden Säbel, die Streitaxt wie den Speer zu schwingen.In Mathematik, Geschichte, Weltweisheit, Staats- undKriegskunst erhielt er Unterricht vom Vater selbst. Baldauch entfaltete er die ersten Proben jener glänzenden Be-redsamkeit, der er in seinem bewegten Leben so mancheErfolge verdanken sollte. Wie später der große Chathamseinem Sohne William Pitt, so gab oft der Vater demjungen Sobieski, den er auf einen Tisch oder eine Bankstellte, einen beliebigen Stoff auf, woriiber derselbe so-gleich wie vor einem versammelten Reichstage sprechenmußte. Seine Mutter stiftete ein Dominikanerkloster, da-mit dort stets Messen für die Mitglieder der Familiegelesen würden. Jeden Tag fiihrte sie ihre Kinder dort-hin zu den Ueberresten dieser Märtyrer, zeigte ihnen denSchild iur Wappen der Familie und wiederholte oftdas Wort jener spartanischen Mutter: „Entweder mitihm oder auf ihm!"

Zur weitern Ausbildung wurde Sobieski von seinenEltern auch in's Ausland gesendet. Der Vater gab