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Illustrirte Weltgeschichte in Charakterbildern in verbindung mit einem Abriss der Geschichte : für Schule und Haus / bearb. von Franz Xav. Wetzel
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feinen beiden Söhnen beim Abschied den bemerkenswertheuRath: „Beschäftiget Euch in Frankreich nur mit Wissen-schaft und Kunst; denn was das Tanzen anbelangt, daskönnt Ihr mit den Tataren üben!" Die Bruder fandeneine glänzende Anfnahme in der Hauptstadt; namentlicherregte Johann grobes Anfsehen dnrch seine Schönheit,seinen Geist, sein Wissen, seine Empfänglichkeit für allesGroße und Schöne. Der große Condo schloß mit ihmein inniges Freundschaftsverhältniß, das sein ganzes Lebenüber dauerte; er ahnte in dem edlen Jüngling den künf-tigen Helden. Sobieski kam auch in Berührung mit dengrößten Schriftstellern und Staatsmännern jener Zeit.

Von Frankreich begaben sich die beiden Brüder nachItalien und von da in die Türkei, um den Erbfeind betChristenheit in der Nähe anzusehen. Sowie aber vonHanse die Nachricht von einem Einfalle der Kosaken undTataren eintraf, da kehrten sie eilends in ihre Heimatzurück und stellten sich unter die Waffen. Rasch stiegJohann Sobieski empor, da er sich im Kampfe gtgen dieFeinde durch Muth, Kaltblütigkeit und Umsicht auszeichnete.Nach einem ruhmvollen Siege über die Kosaken im Jahre1667 gingen ihm bei seinem Einzüge in Warschau alleMitglieder des Reichstages zum Empfange entgegen undüberschütteten den Helden des Tages mit Lobeserhebungen.Er aber gab ihnen die schöne Antwort: „Unsere Erfolgeverdanken wir der Macht und Güte Gottes. Wer sollteseine Größe nicht anerkennen, da er mit so schwachen Werk-zeugen so große Wunder vollbrachte! Er allein hat unsgerettet; möge Er uns auch den Geist der Eintracht undMäßigung verleihen; dann sind wir mächtig."

Am 20. Mai 1674 wurde Johann Sobieski zum Kö-nige der Polen ausgerufen. Der päpstliche Nuntiusmeldete die Wahl dem hl. Vater mit den Worten: „Po-len erfreut sich jetzt eines Königs, wie es einen berühm-teren nie besessen hat." Man sah in Sobieski den Vor«