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Illustrirte Weltgeschichte in Charakterbildern in verbindung mit einem Abriss der Geschichte : für Schule und Haus / bearb. von Franz Xav. Wetzel
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er so ruhig, als ob er au feinem Schreibtische säße. JedesMenschenleben war ihm heilig; erschaute der Feinde, woer immer konnte. In den Hospitälern sah er täglichselbst nach den Kraulten und fragte sie, ob ihnen etwasabgehe, und wehe den Wärtern und Aerzten, wenn dieKlagen der Kranken begründet ersnnden wurden! In denWinterquartieren verschaffte er seinen Soldaten alle mög-licöen Bequemlichkeiten und Erholungen. Deßhalb liebtenihn auch seine Soldaten wie ihren Vater. Er schlief desNachts nur drei Stunden, die übrige Zeit widmete erdem Gebete, sowie dem Studiuni der Geschichte und derMathematik. Man besitzt heute noch Gebete, die der Krie-ger mit eigener Hand für seinen Gebrauch niedergeschrie-ben hat. Seine Frömmigkeit war eine wahre und tiefe.In der katholischen Kirche geboren und erzogen, bewahrtePrinz Eugen ihre Lehren sein ganzes Leben hindurch, beialler Duldsamkeit gegen die Ueberzeugungen Andersgläu-biger, die entschiedenste Anhänglichkeit und Treue undließ sich nie die geringste Vernachlässigung seiner kirchli-chen Pflichten zu Schulden kommen. Zweier geistlicherBücher, welche von der Ehre Gottes und von der Pflichteines Christen handeln, bediente er sich fast täglich, undwer mit ihni in Angelegenheiten der Religion sprechenwollte, fand stets ein geneigtes Gehör. Vor jeder Schlachtempfing er die hl. Sakramente. „Prinz Eugen, der edleRitter", steht da für alle Zeiten als ein leuchtendesVorbild echten Heldensinnes, unerschütterlicher Pflicht-treue und unverfälschten Seelenadels. Ein steinernerSarg, über demselben in halb erhabener Arbeit das Ab-bild der Belgrader Schlacht, das Ganze von einer mitpassender Inschrift versehenen Pyramide überragt, —dies ist das Grabmal, welches den Ort bezeichnet, andem Oesterreichs größter Kriegsheld und sein edelsterStaatsmann ruht.

Es sind zivei große Gestalten, die soeben an unserm