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grad (1717). Ungeheuer war der Jubel, welchen dieNachricht dieser seiner letzten Großthat in Wien hervor-brachte. Kaum vermochte der Ueberbringer derselben, derGeneralfeldwachtmeister Hamilton, sein Pferd durch diejubelnde Menge nach der kaiserlichen Burg zu bringen.Bis in die späte Nacht erscholl in den Straßen das Vi-vatrnfen der begeisterten Wiener. Ihr Jubel fand über-all den freudigsten Widerhall. Viele gekrönte Häupter,unter ihnen besonders der König Friedrich Wilhelm vonPreußen, sowie zahlreiche andere fürstliche Persönlichkeiten,beeilten sich, dem Prinzen ihre Bewunderung und ihrevolle Anerkennung seiner Verdienste auszudrücken. Dasgesummte deutsche Volk aber, in dessen Herz der ruhm-gekrönte Türkenbezwinger durch den glorreichen Sieg beiBelgrad seinen Namen mit unauslöschlichen Zügen ein-geschrieben, sang noch nach hundert Jahren von demruhmvollen Kampfe in dem Liede von Prinz Euge-nius, dem edlen Ritter, das Eugen's tapfere Krie-ger in dem nassen Feldlager vor Belgrad während derFriedensverhandlungen erdacht:
„Es war fürwahr ein schöner Tanz."
Der König Ludivig von Frankreich hat es später bitterbereut, den Prinz Eugen entlassen zu haben. Er wollteihn auf alle mögliche Weise durch Geld und Versprechun-gen wieder für sich gewinnen. Aber Eugen hat demBoten des Königs geantwortet: „Sagen Sie Ihrem Herrn,daß ich kaiserlicher Generalfeldmarschall bin, welches leichtso viel sagen will, als königlich-französischer Marschall.Geld habe ich genug, so lange ich meinem Kaiser treudiene."
Mit dieser dankbaren Treue gegen das Kaiserhausverband der große Feldherr, der Generallientenant derkaiserlichen Armeen und Reichsfeldnrarschall, die rührendsteBescheidenheit. In seinen Siegesbcrichten sprach er nieein Wort von sich selbst. Mitten im Kugelregen stand