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kamen. Auch legte er im Jahre 1703 den Grund zu derStadt Petersburg, welche bald zum Erstaune» Allereine der schönsten und volkreichsten Städte des ganzenErdkreises wurde.
Neben den Arbeite» im Innern beschäftigten ihn auchkriegerische Unternehmungen. Er hatte sich an einem Kriegegegen Schweden betheiligt, um auch im Westen Quellendes Handels und der Herrschaft zu erschließen. Zuerstunterlag er, aber in der Schlacht bei Pultawa (1709)besiegte er den tapfern Schwedenkönig Karl XII. und er-hielt im Frieden von Npstädt (1721) von Schweden dieschönsten Ostseeländer, Liefland, Esthland und Jugermann-land. Am Tage des großen Friedensfestes wurde Peterfeierlich als Kaiser aller Reußeu (Russen) ausge-rufen und ihm der Beiname des Großen gegeben.
Noch einmal machte er eine Reise in's Ausland, be-suchte Paris und Amsterdam, kehrte aber diesmalschnell wieder in sein Reich zurück. Vor feinem Todeließ er noch seinen Sohn Alex ei, der den Neuerungendes Vaters abhold war, feierlich auf die Thronfolge Ver-zicht leisten. Aber dieser starb noch vor seinem Vater,der im Jahre 1725 das Reich seiner Gemahlin Katha-rina zurückließ.
Peter wollte sein Volk bilden, aber er unterband dieAdern aller wahren Bildung, das Leben der Kirche.Wohl versprach er den: Papste, den Katholiken in seinemReiche volle Freiheit der Religionsübung zu gewähren. Aberer hielt nicht Wort. Im Jahre 1719 zwang er alle Je-suiten, Rußland zu verlassen, 1724 alle Kapuziner; ein-mal hieb der Kaiser sogar mit eigener Hand in der Kircheeinen Mönch nieder, ließ den Superior hänge» und dasKloster verbrennen. Auf seine Anordnung hin wurdendie schmutzigsten Schriften gegen Papst und Kirche ausdem Holländischen übersetzt, der Papst sogar öffentlich ver-höhnt. Hätte Rußland der Kirche Freiheit gegeben, es