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Rußland und Preuße» rückte» nach Paris, nahmen esund zogen am 31. März 1814, gegen Mittag, an derSpitze ihrer siegreichen Heere triumphirend in die stolzeHauptstadt ein, die seit Jahrhunderten keine» Feind inner-halb ihrer Mauern gesehen hatte. Noch am Tage desEinzugs verkündete Alexander, Kaiser von Rußland,in seinem und seiner Verbündeten Namen, daß sie wederniit Napoleon, »och mit einem Gliede seiner Familie un-terhandeln würden. Da wurde Napoleon, der sich eben inFontainebleau befand, am 2. April vom Senate ab-gesetzt. Am 4 April unterzeichnete der Kaiserseine Abda»knng in demselben Fontainebleau,au demselben Tische, wo er vorher den hl. Va-ter, Papst Pius VII., durch List gezwungen, seineAbdankung der Rechte der Kirche Gottes zuunterzeichnen. Hier in Fontainebleau, wo er denPapst und die Eardinäle auseinander gerissen, sieht ersich nun von Weib und Kind getrennt, für immer, umauf dieser Erde niemals sie wieder zu sehen. Er bekam diekleine Insel Elba nebst einem Jahrgehalte.
Noch einmal erschien Napoleon mit einem Heere inFrankreich, zog im Triumphe in Paris ein, brach gegen dieVerbündeten auf, die ihm unter Anführung Blücher's undWellington's entgegentraten, wurde aber bei Waterloogänzlich geschlagen und »ach Paris zurückgetrieben. Aber-mals mußte er dem Throne entsagen und nun nachSt. Helena in die Verbannung gehen, wo er am5. Mai 1821 starb, umgeben von seinen Generälen Ber-trand, Montholon, Gourgand und Las Cafes.
Pius VII. aber war schon am 24. Mai 1814, in dem-fettxm Jahre, wo Napoleon abgesetzt wurde, unter großenFeierlichkeiten und unermeßlichem Jubel des Volkes inRom eingezogen, und im folgenden Jahre wurde durchden Wiener Congreß der Kirchenstaat in seinen altenund rechtmäßigen Grenzen wieder hergestellt. Pius