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er sich vorher durch Blumen schlangelte, lief er jetzt oft überspitzige Steine und zwischen stechenden Dornen hin, verlor sichzuweilen im tiefen Sand und kam auf einem dürren, steinichtenErdreich wieder zum Vorschein. Die Sonne stieg höher undfing schon an, ihre brennenden Strahlen senkrecht herabzu-schiessen. Indes näherten sie sich auch dem Hügel. Dieserschien sich bei jedem Schritte zu vergrößern und stellte sichihnen zuletzt als hoher, steiler Berg dar, dessen Anblick denWanderer schon mit Schrecken erfüllte. Dieser fing nun an,kleinmütig zu werden und fragte seinen Führer, ob sie nichtunten um diesen Berg herum gehen könnten, weil es doch beidieser brennenden Sonnenhitze wohl unmöglich wäre, ihn zuübersteigen. „Hier geht gleich ein Weg ab“, sagte der Greis,„der schlängelt sich unten um den Berg herum. Schon mancherhat mich hier verlassen und diesen Weg erwählt, ist aber niein die Stadt gekommen, wohin er zu geh’n gedachte, und wohindu jetzt auch zu geh’n gedenkst. Willst auch du mich hierverlassen, so steht es dir frei; glaubst du aber, dass ich esgut mit dir meine, so folge mir!“ Der Wand’rer traute seinemFührer und folgte ihm. Wie sie an den Berg hinankamen,war er wirklich nicht so schrecklich, wie er ihnen vor kurzemgeschienen hatte. Dessenungeachtet wollte sich der Wandereralle Augenblicke ein wenig ausruhen. Sein Führer sprach ihmMut ein und sagte: „Sei nur getrost! wir kommen nun baldauf den Gipfel; bergunter wird es schon besser gehen. Dannkommen wir in ein anmutiges Tal, wo das reinste Wasser ausdem Felsen quillt, und wo die Bäume mit den schönsten Früchtenprangen. Da wollen wir uns wieder erquicken, wenn wir diesenBerg erst wieder erstiegen haben.“ — Wann nun der Wanderermüde wurde, so dachte er nur an das anmutige Tal und wurdeauf einmal wieder fröhlich und munter. Auf diese Weise er-reichten sie bald den Gipfel des Berges.
Hier konnten sie den ganzen Weg übersehen, welchen siezurückgelegt hatten; auch konnte man bemerken, wie derPfad, der sich unten um den Berg herumzog, immer weitervon der rechten Strasse abging und zuletzt auf einen tiefenAbgrund zuführte, den man nur oben von diesem Berge, untenaber auf dem Wege selbst nicht bemerken konnte. Nun dankteder Wanderer seinem Führer herzlich, dass er ihm von diesem