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die Abgeordneten der Staaten um die Abschaffung des Sklaven-handels. Mit Standhaftigkeit ertrug er die Schmerzen seinerletzten Krankheit und entschlief am 17. April 1790 in demAlter von 84 Jahren. Über 2000 Menschen waren bei seinemBegräbnis zugegen, und in Paris legte die Nationalversamm-lung drei Tage Trauer um ihn an. (Kneiaei.)
Mirabeau’s Rede in der französischen Nationalversammlung.
Franklin ist tot! Der Gleist, welcher Amerika die Frei-heit gab und Lichtströme über Europa ergoss, ist in den Schossder Gottheit zurückgekehrt.
Der Weise, der zwei Welten angehörte, der Mann, dendie Geschichte der Wissenschaften und die Geschichte derReiche einander streitig machen, behauptet ohne allen Zweifeleine hohe Stellung in der Menschenwelt.
Nur zu lange haben Staatskabinette den Tod solcherMenschen angekündigt, die nur in ihren Trauerreden grosswaren; nur zu lang hat Hofzwang heuchlerische Trauer an-geordnet. Nationen müssen nur für ihre Wohltäter Trauer an-legen, und die Repräsentanten derselben dürfen nur die grösstenWohltäter der Menschheit dazu empfehlen.
Der Kongress hat in allen vereinigten Staaten eine monat-liche Trauer um Franklin angeordnet, und so hat Amerikaeinem der Täter seiner Verfassung den schuldigen Tribut derBewunderung entrichtet.
Wäre es, ihr Gesetzgeber! euerer nicht würdig, euchdiesem religiösen Akt anzuschliessen, und an der, angesichtsder Welt, den Menschenrechten und dem Philosophen, derihre Herrschaft in der Welt verbreitet hat, gezollten Huldi-gung teil zu nehmen?
Das Altertum hätte dem Sterblichen, der zum Nutzen derMenschheit Himmel und Erde mit seinem grossen und tiefenGeiste umfassend, den Donner und die Tyrannei zu bezwingenverstand, Altäre errichtet.
Das erleuchtete, freie Europa ist mindestens einem dergrössten Männer, die für Philosophie und Freiheit gelebt haben,sein Andenken und seinen Schmerz zu weihen schuldig.