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mit verantwortlichen Ministern stand. Der Senat wurde von denverschiedenen Behörden der Departemente und Gemeinden, die Depu-tiertenkammer direkt vom Volke gewählt. Die Neuwahlen ergabeneine republikanische Kammer und einen Senat, in dem die Monarchisteneine geringe Mehrheit besahen. Aus letztern gestützt, versuchte derPräsident Mac Mahon noch einmal die Republik zu stürzen und löstedie Kammer auf (1877). Aber trotz der gewalttätigsten Mittel, welchedie Regierung anwandte, um monarchische Wahlen zu erzwingen,sandte das Land, dank der Geschicklichkeit, womit Gambetta die repu-blikanische Partei führte, eine der Monarchie entschieden feindlicheKammer zurück. Zum Aeuhersten wagte Mac Mahon nicht zu schreiten;als im Januar 1879 auch die neuen Senatswahlcn zu Ungunsten dermonarchischen Partei ausfielen, legte er seine Würde nieder und derRepublikaner Gr6vy trat an seine Stelle, womit der Sieg der Repu-blik über die Monarchie entschieden war. Infolge der gewaltigen An-strengungen, welche das republikanische Frankreich zur Herstellungseiner Wehrkraft machte, nahm es bald wieder seine Stelle unter deneuropäischen Großmächten ein und suchte sich für die verlorenen Pro-vinzen auf dem Festlande durch Erweiterung seines Kolonialreicheszu entschädigen; so nahm es 1882 Tunis, 1884 Tongking, 1895Madagaskar in Besitz. Auch innere Reformen, wie die Einführungdes allgemeinen obligatorischenVolksunterrichts, befestigtendie Republik mehr und mehr, so daß selbst der frühe Tod des gefeiertenGambetta (1882) dieselbe nicht zu gefährden vermochte.
15. Die Revolution in Spanien (1868—74). — Einenanderen Verlauf nahmen die Dinge im Nachbarlande Spanien. Trotzdes Sieges des konstitutionellen Prinzips in den dreißiger Jahren wardieses Land nie zur Ruhe gekommen. Ehrgeizige Generäle bemächtigtensich abwechselnd der Regierung, verbannten sich gegenseitig, je nachdemdie sittenlose Königin Jsabella dem einen oder anderen ihre Gunstzuwandte, und verletzten die Verfassung nach Belieben. Zuletzt wurdedie Mißregierung Jsabellas so arg, daß die gesamte liberale Partei,an deren Spitze die Generäle Prim und Serrano standen, sich er-hob und die Königin aus dem Lande trieb (1868). Es wurde eine