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und andern europäischen Staaten. Er befahl, daß auch dorthinnur Waren aus Frankreich kommen dürfen.
Schon vorher hatte er den Staaten des europäischen Festlandesjeden Handel mit England und seinen Kolonien verboten.England war nämlich derjenige Staat, den Napoleon nicht zubesiegen vermochte. Er konnte es direkt nicht angreifen; dennseine Flotte war nicht so stark wie die englische. Da kam er aufden Gedanken, den Handel Englands zu ruinieren. Mit eisernerStrenge untersagte und unterdrückte er darum jeden Handel mitEngland und seinen Kolonien. Dieser Befehl galt auch für dieSchweiz, und er galt auch für die Waren, welche schon frühereingeführt worden waren. Eines Tages mußten die Spezerei-läden und Magazine überall geschlossen werden. Am andernTag kamen Beamte und untersuchten, ob Waren, wie Baumwolle,Zucker, Tee, Kaffee, vorhanden seien. Man nahm ohne weiteresan, daß das englische Waren seien. Überall, wo solche vorhandenwaren, wurden sie aufgeschrieben, und die Besitzer mußten nach-träglich noch 50 °/o ihres Wertes als Zoll bezahlen. Handel undGewerbe stockten fast vollständig. Zwanzigtausend Spinner- undWeberfamilien in den Kantonen Zürich, Aargau, Glarus, Appen-zell und St. Gallen sahen sich unmittelbar vor Beginn des Wintersarbeitslos und brotlos. Angesehene Handelshäuser in Basel undZürich erklärten, daß sie ihre Arbeiter nicht mehr beschäftigen undbezahlen können. Die Not, welche schon durch die Einführungder Spinnmaschine entstanden war, wurde dadurch zu einer förm-lichen Hungersnot.
Die „Roten Schweizer" in Rußlanö 1812 .
Im Jahre 1812 sammelte Napoleon eine halbe Million Krieger,um das große Rußland zu erobern. Auf allen Straßen Europas,vom Mittelmeer bis an die Nordsee, folgten die Kriegsvölker demWinke des allgewaltigen französischen Kaisers, um sich unter seinenFahnen zu sammeln.
Damals war für Eltern und Söhne ein banges Leben imSchweizerland. Man konnte an Sonn- und Feiertagen landaufund landab gehen, überall war alles wie ausgestorben. Nirgendshörte man ein frohes Lied, nirgends eine lustige Geige, die zumTanz aufspielte. Warum? Weil so viele, viele junge Leute mitnach Rußland mußten. In der Schweiz war nämlich der fran-zösische Dienst sehr unbeliebt geworden. Weder Ehre noch Ge-