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Aus Sage und Geschichte : Leitfaden für den vorbereitenden Geschichtsunterricht an der Töchterschule Basel / hrsg. von den Geschichtslehrern der Töchterschule Basel
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Nun rüstete der mächtigste Fürst der katholischen Welt,Philipp II., zu einem Rachezug gegen Elisabeth. Allein dieunüberwindliche Armada" wurde im Ärmelkanal von denEngländern und den mit ihnen verbündeten Holländern ange-griffen und schwer beschädigt; auf ihrer Rückkehr um Schott-land vernichteten Stürme sie vollends. (1588.) Die Selbständig-keit und der Protestantismus Englands waren damit gerettet.Unter Elisabeth begann England ein tzandelsstaat zu werdenund eine größere Flotte zu unterhalten. (Die Anfänge der eng-lischen Herrschaft in Ostindien.)

61. Ludwig XIV.

Zm siebzehnten Jahrhundert erhob sich Frankreich zummächtigsten und glänzendsten Staatswesen Europas.

u) Hofleben. Unter Ludwig XIV. (16431715) entfalteteder französische Hof eine Pracht und einen Glanz, wie siein der Geschichte selten gewesen sind. Schloß und Gärten vonVersailles wurden vom König mit großen Kosten ange-legt. Der Adel Frankreichs mußte von seinen Schlössern weg-ziehen, um im Dienste desSonnenkönigs" etwas vom Glanzdieses Hofes zu empfangen. Eine gelockte Perücke (Allonge-perücke), bunte Kleider aus Samt und Seide wurden auchvon den Männern getragen. Ein Galanteriedegen schmücktedie Seite. Diese Moden des Hofes wirkten weit über Frank-reich hinaus. Auch das Benehmen des einzelnen Höflings warbei jedem Anlasse fest geregelt; sein Titel, sein Platz am Tischewurde peinlich beobachtet.

Künstler, Gelehrte und Dichter der damaligenZeit standen ebenfalls in engster Beziehung zum Hofe. (Diefranzösische Akademie.) Auch die scingewählte Sprache wiedie vornehmen Gestalten in den Werken der damaligen Dichter(der französischen Klassiker Corneille, Racine) waren im Ein-klang mit dem Hofleben. In feiner Form durfte sich ein