18
in 20 Satrapien, Statthalterschaften oder Bezirke, ein.Über jede Satrapie war ein Satrap gesetzt. Das ganzeReich durchzogen Straßen. An den wichtigsten Punktenerhoben sich Festungen. Auch eine Art Post wurde errichtetund zur Erleichterung des Verkehrs die Reichsmünze ein-geführt.
Dem König stand ein gewaltiges Heer zur Verfügung,dessen Kern eine Leibgarde von 10,000 der vornehmstenPerser bildete. Es waren dies die sogenannten „Unsterb-lichen".
Die Erziehung der Perser. Die Kinder der Perser wurden vomfünften Jahre an bis zum zwanzigsten gemeinschaftlich erzogen. Siewurden hauptsächlich in drei Dingen geübt: im Reiten, Bogenschießen undim Reden der Wahrheit. Die Lüge war den Persern so verhaßt, daßauch das Borgen untersagt war, weil es zum Lügen veranlasse. Bei derkörperlichen Erziehung sah man vor allem auf die Abhärtung. Die Jüng-linge lebten bis zum 26. Altersjahre nur von Brot, Kresse, Wasser undselbsterlegtem Wildbret.
6. I>ie Inder «nd Khinesen.
Die Inder und Chinesen wohnten in den Ländern, welcheheute noch nach ihnen benannt werden.
1. Die Inder waren, wie die Ägypter, in Kasten ge-teilt: Priester, Krieger, Bauern und Dienende. — IhreSchriften gehören neben den Büchern des Moses zu denältesten Schriftstücken, die man kennt. (Sanskrit.)
Als Gott verehrten die Inder ein unsichtbares Wesen,das sie „Brahma" nannten. , Um das Jahr 600 gründete„Buddha", ein Königssohn, eine neue Religion. Nach ihmgab es keinen Unterschied der Stände. Er stellte wenigstenseinige Tugenden, wie z. B. Geduld, Selbstbeherrschung, Mildeund Barmherzigkeit, als religiöse Pflichten auf. — DerBuddhismus ist jetzt noch die herrschende Religion in Ost-asien.
2. Die Chinesen zeichneten sich von jeher durch ihre be-sondere Liebe zur Abgeschlossenheit aus. Der Religions-stifter der Chinesen hieß Konfuzius. Dieser lebte um das
550 Jahr 550. Auch die Chinesen glaubten an ein höchstes Wesen.Ebenso waren sie überzeugt von einer höheren Weltregierung,die das Gute belohne und das Böse bestrafe. Als Schrift