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gabnng sicherten ihm einen mächtigen Einfluß auf seine Vater-stadt. Seine Reden wirkten sv gewaltig, daß die Athener sagten:„Er trägt den Drmner nnd den Blitz aus seiner Zunge, unddie Göttin der Beredsamkeit thront auf seinen Lippen." Soschwang er sich allmählich zum geistigen Haupte Athens empor.Doch herrschte er nicht, wie ein Tyrann, mit roher Gewalt.Er überzeugte das Volk von dem, was er erstrebte. Auch leiteteihn nicht der grenzenlose Ehrgeiz sv mancher seiner Vorfahren.Sein Herz beseelte die wirkliche Liebe zum Vaterland«: und dieSorge für dessen Wvhl. Vor allem suchte er die geistigenFähigkeiten der Bürger anzuregen und zu bethätigen. DerBesuch der Volksversammlung und der Gerichtstage wurdeerleichtert. Ja, der Staat gab den ürmern Bürgern sogardas Eintrittsgeld in das Theater.
Mit Sparta, das sich mit Athen verfeindet hatte, schloßPcrikles einen Waffenstillstand aus dreißig Jahre. Nunhatte er Muße, alles für seine Vaterstadt zu thun und auchdie abtrünnigen Inseln wieder zum Gehorsam zu zwingen.
Jetzt herrschten die Athener «Mein zur See. Mehr alsvierzig Inseln waren ihnen Unterthan von Cypern bis zumSchwarzen Meere und von der Küste Thraziens und Maze-doniens bis nach Enbva. Selbst Byzanz war ihnen tribut-pflichtig. Die Stadt Athen zählte zn dieser Zeit 180,000und ganz Attika 320,000 Bewohner. Die Bevölkerung sämt-licher von Athen abhängigen Staaten mochte wvhl gegen15 Millionen Menschen betragen.
4. Theben und Korinth. Mit Athen wetteiferten eineReihe griechischer Städte auf allen Gebieten, wie Thebenund Korinth. Insbesondere blühte auch in letzterem schonvermöge seiner natürlichen Lage an der Meerenge zwischenAttika und dem Peloponnes der Handel. Nicht minder warendessen Banwerke berühmt.
5. Der pekoponnelisthe Krieg.
( 431 - 404 .)
Veranlassung. Die Blüte war von kurzer Dauer undbitter die Frucht. Athens Glück erregte den Neid Spartas.Insbesondere mißstimmte Sparta Athens Vorrang in Grie-chenland seit den Perserkriegen. Auch die Verschiedenheit der