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Grundriss der Welt- und Schweizergeschichte für Sekundar-, Bezirks- und Realschulen, sowie die untern Klassen des Gymnasiums / von J. Helg
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Auf dem hundert Meter hohen Burgfelsen der Akropolis inAthen erhoben sich die schönsten Bauten. Auch die griechischenTempel, insbesondere diejenigen zu Dodona und zu Delphi,waren Meisterwerke der Baukunst.

Die Akropolis haben wir beschrieben mit der von Phidias ge-meißelten, herrlichen Bildsäule der Schutzgöttin Athene. Phidias warder berühmteste Meister Griechenlands in der Bildhauerkunst. (Dorischeund korinthische Säulen.)

4. Die Pflege der Wissenschaft überhaupt. Aber auchdie übrigen Wissenschaften fanden in Griechenland die eifrigstenFörderer und Verehrer. Insbesondere war Athen zur Zeitdes Perikles nicht nur groß durch seinen äußern Glanz undseine Bauten, sondern fast mehr noch durchdie Männer der Wissenschaft und Bildung.

Ja sogar zur Zeit des pelopvnnesischenKrieges, wie des allgemeinen Zerfallesfinden wir diese Quelle des Ruhmes undder Ehre für ein Volk in Griechenlandnoch keineswegs versiegt.

So ist Pythagoras als großer Mathema-tiker (Pythagoräischer Lehrsatz) bekannt, Arionals trefflicher Sänger (vergl. „Arion" von W. v.

Schlegel), Herodot als der erste Geschichtschreiber,

Hippokrates als Arzt, Plato als Philosoph(Wcltweiser) und Dem oft Heues als Redner.

Miltiades, Themistokles und Alkibiades zählen zuden berühmtesten Feldherren, welche die Weltge-schichte auszuweisen hat. Sokrates haben wir alsden „Weisesten aller Menschen" bereits kennen ge-lernt. Ebenso haben wir den staatsklugeu Periklesund die Gesetzgeber Solon und Lykurg bewundert.

Bekanntlich zählte übrigens das Land schon;n denZeiten des Solon nicht weniger als sieben Männer,denen wegen ihrer Einsicht und Wissenschaft derName „Weltweise" beigelegt wurde. Folgendes sind ihre Namen undzugleich die Sprüche, welche uns die Geschichte bis heute aus ihrem Mundeaufbewahrt hat: Thales aus Milet: „Zu einem Leben in wahrerRcchtschafsenheit und Gerechtigkeit kommen wir am sicherste», wenn wir dasnicht thun, was wir an andern tadeln, und wenn wir nie vergessen, daßvor Gott nicht einmal ein ungerechter Gedanke, geschweige denn eine un-gerechte Handlung verborgen bleiben kann." BiaS: „Auf dem Wege vonder Jugend zum Alter nimm die Weisheit als Reisezehrnng mit; sie istein Gut, das länger dauert als die andern." Pittakus aus Mytilcne:„Übe dich in der Frömmigkeit, gewöhne dich an Nüchternheit, beobachteWahrhaftigkeit und Redlichkeit. Übles rede nicht nur vorn Freunde, son-Welt- ». Schweizergeschichte.

Demostheiies.Statue im Vatikan.

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