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Ozean, wie man damals glaubte, in Verbindung stehe. Aber die Vor-sehung wollte es anders. An einem Abende, da er sich nicht wohl befand,wohnte er doch aus Gefälligkeit einem Gastmahle bei, das einer seinerFreunde gab. Am andern Morgen hatte er ein böses Fieber, das ihnam zehnten Tage dahinraffte. Noch am Tage vor seinem Tode gab ermit schwacher Stimme die gewöhnlichen Befehle. Auf die Frage, wemer das Reich bestimmt habe, antwortete er kurz: „Dem Würdigsten."
8. Aas Erbe.
1. Kultur uud Bildung im allgemeinen. Das alteGriechenland ist nicht mehr. Sparta und Athen haben ihrenGlanz verloren und ihre Herrschaft eingebüßt. Auch dasReich Alexanders ist wieder zerstoben. Und doch! Nachlebtdas alte Griechenland fort im Munde der Völker und nochgibt es keine Bildung, die Sparta lind Athen nicht kennt.Was hat denn das kleine Volk im Süden Europas unsterb-lich gemacht?
Größer als sein Waffenrnhm, herrlicher als seine Staats-verfassungen strahlte seine Kultur und Bildung weit überalle Lande. Aus dem Morgenlande hat der Grieche sie her-übergeholt über das Meer, und als teures Kleinod hat ersie gehütet und mit Zins und Zinseszins auf seine Nach-kommen vererbt.
Alexander dem Großen insbesondere gebührt dieEhre, daß er nicht bloß ein großer Eroberer war, wie seinVater Philipp II., sondern zugleich ein mächtiger Fördererder Künste und Wissenschaften. In ihm glänzte zugleichein bewunderungswürdiger Scharfblick und große Liebe zurWeisheit. Darum waren auch seine Kriegszüge zugleich groß-artige Entdeckungsreisen und trugen die griechische Bildungin alle Lande, durch die er kam.
2. Die Dichtkunst. Wie wir gehört haben, zeichnetensich die Griechen vor allem durch die Dichtkunst aus.
So hat uns Homer in seiner herrlichen Dichtung über den tro-janischen Krieg, Jlias und Odyssee, das vollendete Muster eines Helden-gedichtes oder Epos hinterlassen. Äschylos, Sophokles und Euri-Pides schufen die ersten Schauspiele oder Dramen.
3. Die Bildhauerkunst. Bildhauer schufen Statuen, jaganze Bildergruppen für Tempel, Straßen und öffentlichePlätze. Sie wußten die Steine gleichsam redend zu machen.Auch die Malerei fand bei den Griechen die beste Pflege.