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ei» römischer Bürger. Mucins ist mein Name. Als Feind wollte ich denFeind töten; ist, scheue den Tod nicht; denn herzhaft handeln nnd herz-haft leiden ist Römersittc." Porsenna drohte ihm mit Verbrennung. Dastreckte Mucins seine rechte Hand in die lodernden Flammen des nahenOpferaltares und ließ sie langsam verkohlen. Bestürzt schenkte ihm Por-senna das Leben. Mncius aber sagte zu ihm: „So wisse denn, daß unserdreihundert sich verschworen haben, dich zu töten. Mich traf das Loszuerst. Den andern wirst du nicht entgehen." Auf diese Botschaft hin ge-lüstete Porsenna nicht weiter, mit den Römern Krieg zu führen. Er ver-zichtete auf die Wiedereinsetzung des TarquiniuS und schloß Frieden.
3. Der Krieg mit den Latinem. Noch einmal gewannTarqninus Freunde. Es waren die Latiner. Aber znm dritten-mal tragen die römischen Diktatoren den Sieg davon.
Endlich starb Tarqninins 90 Jahre alt, in Kampanien.Die Rahe nach außen kehrte zurück.
Die alten Römer. Die alten Römer waren ein prächtiger SchlagLeute. Am besten stellen wir uns dieselben vor als ein derbes, aberbiederes, kraftvolles Landvolk, mit sonnengebräunten Gesichtern, ohne Kopf-bedeckung, mit langem, ungeschorenem Barte. Die Kleidung war sehr ein-fach. Sie trugen ein wollenes Gewand ohne Ärmel, welches unter derBrust gegürtet war und bis zu den Knien reichte. Bei den Senatoren wardieses Kleid, welches Tunika hieß. mit einem breiten Pnrpnrstreiscn besetzt.Die Ritter hatten zwei schmälere Streifen. Ging der römische Bürgeraus, so trug er über die Tunika die Toga, ein sehr großes, Halbrundes,wollenes Tuch, welches über die Schultern geworfen wurde.
Das Leben im Frieden. Im Frieden war der Ackerbau dieHauptbeschäftigung der Römer. Senatoren hielten es damals nicht fürschimpflich, selbst hinter dem Pfluge herzugehen oder sich das Mittagsmahlzu kochen. Wie die Kleidung war auch die Kost sehr einfach. Nicht ein-mal das Brot kannte man, sondern aß das Korn in Form von Brei.Außerdem lebten die alten Römer von Fleisch, Bohnen, Feigen, Öl, Weinund Wasser. Den Wein ungemischt zu trinken, hielt man für schädlich,nnd goß daher mehr als die Hälfte Wasser bei.
Geld besaßen die ersten Römer nicht viel; sie betrieben nur Tausch-handel. Unter Servins Tnllins soll das erste Geld in Umlauf gesetzt wor-den sein. Es waren viereckige Kupferstncke mit dem Bilde eines Rindes,Schafes oder Schweines. Handel nnd Schiffahrt trieben sie wenig. Musik,Malerei, Bildhauerkunst und Dichtkunst kannten sie so gut wie gar nicht.
Die Häuser waren Lehmhütten, welche bis znm Kriege mit Phr-rhns mit Stroh oder Schindeln bedeckt waren.
Die Familie. Der Vater übte über die Kinder unumschränkte Ge-walt aus. Er konnte sie sogar als Sklaven verkaufen, wenn es ihm beliebte.
Die Toten wurden bei den Römern gewaschen, mit dem bestenGewände angethan nnd in dem Hanptgemache des Hauses, dem Atrium,beigesetzt. Dabei erhoben die Leidtragenden ein lautes Geschrei. Auchgingen sie znm Zeichen der Trauer noch lange nachher mit geschorenemHaupte und ungewaschener Toga einher nnd enthielten sich aller Ergötz-lichkeiten. Der Leichnam wurde ursprünglich begraben, später verbrannt.