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geziert, stellten Gefäße, Blumengewinde oder durch buntfarbige Stricheeingeteilte Felder dar.
Zahlreiche Tempel, eherne und marmorene Bildsäulen erhoben sichzur Ehre der Götter. Insbesondere wurden in Aventicum Neptun undApollo verehrt. Auch Wasserwerke legten die Römer in Aventicum an.
Eine römische Heerstraße führte von Italien ans überden Großen St. Bernhard durch die westliche Schweiz überAventicnm bis nach Basel, von da nach Winterthnr, Arbon,Bregenz und endlich durch das Nheinthal über Chur undden Splügen zurück nach der Ebene des Po. Auch zahlreicheMilitärstationen und Festungen wurden errichtet (Ar-bon, Terzen, Quarten, Gaster).
Selbst die römische Sprache fand Eingang.
2. Die Schattenseite». Doch bald zeigten sich auch dieSchattenseiten der Fremdherrschaft. Mit der Wissenschaftund Kultur fanden auch die schlechten Sitten und Ge-brauche des zerfallenen Rom Eingang bei den sorglosen Hel-vetiern, so daß auch diese gleich den Römern immer mehr ent-nervten und verweichlichten, ihre alte Kraft, ihren Mut undihre Tapferkeit verloren, und selbst der Liebe zur Freiheitentbehrten.
Ebenso wurden sie in die römischen Kaiserhändelverwickelt, so znr Zeit des Galba, Otto und Vitellius imJahr 69 n. Chr. Die Hclvetier hingen dem Galba an. Alsdaher dieser ermordet und Vitelius an seine Stelle getretenwar, überzog sie dessen Feldherr Cäcina mit Krieg, ver-wüstete und verheerte das Land und besiegte sie endlich in der60 Schlacht am Bötzberg.
Jetzt erschien Cäcina vor Aventicum. Julius Alpinus,der Vorsteher der Stadt, ein reicher und allgemein geachteterMann, flehte um Gnade für die Stadt. Umsonst! Er wurdein Ketten geworfen und zum Tode geführt, die Stadt aberdem Erdboden gleich gemacht.
3. Das Ende der römischen Herrschaft. Die Römerbrauchten unser Land auch als S ch u tz w a l l gegen dieimmer häufiger in das römische Gebiet einbrechenden Völker-stämme des Nordens. So wurde dasselbe gleichsam der all-gemeine Kriegsschauplatz. Umsonst legte schließlich an seinerOstgrenze der Kaiser Konstantins noch die Stadt Konstanz,und im Westen Kaiser Julian das feste Basel an. Die