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Geschichtslehrmittel für Sekundarschulen / von Robert Wirz ; in Verbindung mit H. Gubler
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Die mächtigen Heersäulen der Deutschen brach in Eilmärschenin Frankreich ein und standen schon anfangs September in nächsterNähe von Paris. Nun schwenkten sie nach Osten ah, um das fran-zösische Heer zu umfassen und gegen die Schweizergrenze abzu-drängen. Bereits hatten drei große deutsche Heere die Marne über-schritten. Die Franzosen vollzogen die Mobilisation in aller Ruhe.Gegen Deutschland schützten die mächtigen Festungen vor Über-raschungen ; hingegen hatte man sich auf den Angriff durch Belgienzu wenig vorgesehen. So konnte der Einbruch in Frankreich nichtabgewehrt werden. Die Rücknahme der gesamten englisch-franzö-sischen Front erfolgte aber in voller Ordnung, ohne daß unerträg-liche Verluste eintraten. Der deutsche Vormarsch geschah so eilig,daß die nötigen Rückwärtsverbindungen fehlten und Lücken zwischenden einzelnen Armeen entstanden. Am 5. September befahl darumder französische Generalissimus Joffre den Gegenangriff, der be-sonders in der Gegend von Paris mit einem mächtigen Stoß in dierechte (westliche) Flanke, die schwächste Stelle des Feindes, er-folgte. Um nicht abgeschnitten zu werden, mußten die ermüdetenund verbrauchten Truppen der Deutschen nach hartem Kampfe aufder ganzen Linie zum Teil fluchtartig 60 km zurückgehen. DieseSchlacht an der Marne entschied eigentlich den Krieg, obgleichdie Deutschen die Niederlage sorgfältig verheimlichten. Der Über-fallsangriff war unter großen Opfern an Mannschaften und Materialgescheitert. Keine einzige französische Armee war vernichtet; selbstder Durchstoß nach Calais, welcher die Verbindung mit Englandgestört hätte, mißlang, hauptsächlich darum, weil die Belgier ihrLand unter Wasser setzten. Maschinengewehre und Schnellfeuer-geschütze verursachten bei der modernen Kriegsführung im offenenFelde Verluste, wie man sie früher nie gekannt hatte. So gingendie Deutschen vom Bewegungskrieg zum Stellungskrieg über.Von der Schweizergrenze, durch das Elsaß und durch Lothringenund Nordfrankreich, bis zum Meere in Belgien legten die beidenfeindlichen Heere ihre Schützengräben und Verschanzungen an, umdie nun vier Jahre lang unter entsetzlichen Verlusten gerungenwurde, ohne daß es einer Partei gelang, wesentliche Erfolge zuerzielen.

5. Der Krieg im Osten. Österreich - Ungarn hatte im Ostennoch viel weniger Erfolg als sein Verbündeter im Westen. Es sollteden ersten Stoß der Russen auffangen und sie hinhalten, bis die