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Geschichtslehrmittel für Sekundarschulen / von Robert Wirz ; in Verbindung mit H. Gubler
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Arbeit der Deutschen in Frankreich erledigt wäre. Aber die Russenwaren von den Zentralmächten gewaltig unterschätzt worden. IhreMobilisation vollzog sich rasch und in Ordnung. Die Stimmungdes Volkes war für den Krieg; so nahm es z. B. das Verbot desAlkoholgenusses ruhig hin. Als die Russen mit voller Macht heranrückten, erlitten die Österreicher bei Lemberg schwere Nieder-lagen. Galizien war zur Hauptsache verloren, ja. wichtige Karpaten-pässe nach Ungarn fielen in die Hände der Sieger. Auch in Ser-bien wurden die Österreicher wiederholt geschlagen, sogar aus demLande getrieben. Da die Deutschen zunächst für den Osten nurwenig Truppen zur Verfügung hatten, standen die Russen bald vorKönigsberg. Um die russische Gefahr zu beschwören, mußten nochvor der Marneschlacht wertvolle Truppen vom Westen nach demOsten verschoben werden. An die Spitze der Armee in Ostpreußenwurde der richtige Mann, der damals wenig bekannte General Hin-denburg, der spätere Generalissimus, gestellt. In zwei Riesen-schlachten bei Tannenberg (Ende August 1914) und an den Ma-surischen Seen (Februar 1915) fügte er den Eingedrungenenentsetzliche Niederlagen bei und säuberte das Land von den Russen.So groß aber diese und spätere Erfolge, für sich allein betrachtet,auch waren, für die Gesamtlage brachten sie keine Entscheidung.Die Deutschen vermochten den Krieg nicht rasch zu beenden, sodaß er bis zur Erschöpfung eines Teiles weiterging. Je länger aberdas Ringen andauerte, desto schlechter wurden die Aussichten derZentralmächte, den Krieg zu gewinnen.

Außerhalb Europas gingen die deutschen Besitzungen verloren.Da England das Meer beherrschte, waren die Zentralmächte vomWeltverkehr abgeschlossen. Gegen Ende 1914 schien sich ihreLage durch den Anschluß der Türkei zu bessern; nun war es mög-lich, die englische Herrschaft über den Suezkanal, ja über Indienzu bedrohen. Als Mitte 1915 Bulgarien durch Anschluß an dieZentralmächte eine Änderung des ungünstigen zweiten Balkanfrie-dens zu erzwingen versuchte, konnte endlich Serbien niederge-worfen und erledigt werden. Die Festsetzung der Entente in Sa-loniki vermochte das Unheil nicht mehr abzuwenden und erlaubtenur, Griechenland von dem Anschluß an die Zentralmächte abzu-schrecken; auch der Versuch, mit Rußland durch die Meerengenund das Schwarze Meer in Verbindung zu kommen und Konstan-iinopel von Asien abzuschneiden, schlug fehl; alle Angriffe auf die