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Geschichtslehrmittel für Sekundarschulen / von Robert Wirz ; in Verbindung mit H. Gubler
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Dardanellen wurden von den Türken unter deutscher Führungzu Wasser und zu Lande blutig abgeschlagen, so daß nach schw erenVerlusten das Unternehmen schließlich aufgegeben werden mußte;doch scheiterten anderseits die verschiedenen Angriffe der Türkenauf den Suezkanal.

Die Kriegserklärung Italiens an Österreich bewies, daß dieItaliener die Aussichten der Zentralmächte schon im Frühjahr 1915nicht günstig einschätzten. Die zw T ei Gegner führten den Krieg mitder Leidenschaft des alten Nationalhasses. Die Österreicher, diesonst überall schlecht abschnitten, hielten mit verhältnismäßig ge-ringen Kräften unerschütterlich die Insonzolinie, so daß die mili-tärischen Kräfte Italiens sich im allgemeinen Kriege nicht auswir-ken konnten.

Im ganzen verwendeten Deutschland und Österreich im Jahre1915 ihre Hauptenergie gegen die russischen Armeen. Diese mußtennicht nur Galizien räumen, sondern bald das eigene Land vertei-digen. Die Zentralmächte eroberten Warschau und eine ReiheFestungen ostwärts: ein Gebiet halb so groß wie Deutschland Helin ihre Hände. Doch waren die russischen Kräfte keineswegs ver-nichtet. Der Gegenstoß vom folgenden Jahre hatte zwar nur gegendie Österreicher, nicht aber gegen die Deutschen Erfolg; zudemschlugen die Zentralmächte die Rumänen aufs Haupt. Diese warenin den Krieg getreten, um die Donaumonarchie bei ihrem Verfallezu beerben. Nun fiel aber die ganze Walachei mit samt der Haupt-stadt Bukarest in die Hände der Sieger. (Anfang 1917.)

6. Die Blockade und der Unterseebootkrieg. Trotz der vielen,zum Teil großartigen Teilerfolge der Deutschen, neigte sich dasZünglein der Wage langsam zu Gunsten der Entente. Nachdemauf der Westfront das Gleichgewicht einmal hergestellt war, löstensich die Durchbruchsversuche, die alle ungeheure Opfer erforderten,gegenseitig ab. Durch die glorreiche Verteidigung der FestungVerdun (1916) bewiesen die Franzosen, daß sie imstande waren,die Front unbedingt zu halten. Die Entente fand Zeit, die militä-rischen Rüstungen zu ergänzen. England führte die allgemeineWehrpflicht ein, und Frankreich mobilisierte den letzten Mann.Fast auf allen Gebieten wurden die Deutschen technisch überholt.Man verfügte unbeschränkt über alle zur Fabrikation nötigen Roh-stoffe und in den Nahrungsmitteln trat eigentlicher Mangel nie ein.Ganz anders bei den Zentralmächten! Der Vorrat an Ersatzleuten