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Wandertriebe der Völker gegenüber bestimmte er für feineMitglieder feste Wohnsitze. Auch wurde, wo Mönche hin-kainen, das Land urbar gemacht. Nur ihre Zellen entstandenallmählich Dörfer und zuletzt selbst Städte. So ver-danken London und Paris-ihren Ursprung klösterlichen An-siedelungen.
Ebenso wurde in den Klöstern, schon wegen ihrer vielenBauten, das Handwerk gepflegt und geübt. Für denHandel waren die kirchlichen Feste und Feierlichkeiten vongrößter Bedeutung; denn da kam in der Regel das meisteVolk zusammen und wurden die meisten Waren gekauft.(Daher stammt z. B. auch der heute noch vielfach gebrauchteName „Messe" für Markt, Jahrmarkt.) Nicht selten treffenwir deshalb in der Nähe von Klöstern oder Bischofssitzen auchheute noch sogenannte Markthallen, d. h. gedeckte Plätze oderStünde, bei denen die verschiedenen Waren feilgeboten wurden.Auch verwendete ja die Kirche von jeher vielfach die fernstenSachen selbst für den Gottesdienst, wie z. B. Gold und Dilber,feine Leinwand, Seide, Öl, Weihrauch.
Aber auch eine Stätte der Künste und Wissenschaftenwaren die Klöster. So entwickelten sich z. B. aus den altenKloster- oder Domschulen auch die großen Universitätenoder Hochschulen des Mittelalters. Ebenso legten Mönchemeistens den Grund zu den berühmtesten Bibliotheken derWelt.
d) Die Einführung des Christentums in der Schweiz.
1. Erste Ausbreitung. Auch in der Schweiz warenwahrscheinlich römische Soldaten die ersten, welche das Chri-stentum verbreiteten. So wissen wir, wie bereits zur Zeitdes Diokletian in St. Moritz im Wallis eine ganze Legionrömischer Soldaten mit ihrem Anführer Mau ritt us wegenihres christlichen Glaubens gemartert wurde (302). Ebensoerzählt die Legende vom hl. Beat, der schon um das Jahr100 nach Christus am Thnnersce das Evangelium verkündethaben soll (Beatushöhle). Der hl. Hyginus predigte imWallis (150) und der hl. Lucius in Chur >,180). InSolothurn starben als Märtyrer Ursns und Viktor, inZürich Felix und Regula, und endlich abermals in ChurFidelis und Gaudens.