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Genf, Aventicum, Dindvnisso, Augusta und Chur warenschon damals Bischofssitze.
Doch wie im übrigen Europa, so tilgte auch hier dieVölkerwanderung den christlichen Namen wieder sozu-sagen vollends aus.
2 . Neue Glaubensboten. Insbesondere hielten die Ale-mannen fest an ihrem Götzendienste. Nach ihrer Niederlagejedoch bei Zülpich und der Taufe Chlodwigs machte sichder Einfluß der Franken bald auch in religiöser Beziehungwieder geltend. Neue Missionäre erschienen schon um dasJahr 500, so der hl. Fridolin im Kanton Glarns, woer noch heute als Patron im Landeswappen verehrt wird.Ebenso kamen von Irland her über Frankreich um das Jahr
coo 600 der hl. Kolnmban und Gallus zuerst nach Tnggenim Kanton Schwyz und von dort nach Bregenz an den Bo-densee. Don da zog Kolumban über Granbünden nach Ita-lien; Galluss aber legte darauf (614) im Hochthals derSteinach den Grund zu dem später so berühmt gewordenenKloster und der Stadt St. Gallen. In ähnlicher Weisepredigten Placidns und Sigisbert an den Quellen des Rheinsund bis ins Ilrsernthal und gründeten das Kloster Dissentis.
3. Die Klöster. Auch bei uns gelangten also die Klösterschon sehr frühe zu großer Bedeutung. Neben den genanntenaber entstanden bald auch noch Einsiedeln, gegründet von
934 Herzog Eberhard von Franken 934 (Tod des hl. Meinrad861), sowie die Chvrherrenstifte zu Zürich, Luzern. Bero-münster u s. w.
Im Westen der Schweiz waren seit den Einfällen derLangobarden die Hnnptsitze des Christentums Sitten undLausanne. (Bischof Manns.)
Insbesondere aber glänzte in jenen Zeiten durch die Pflege derWissenschaften und Künste das Kloster St. Gallen. So wardaselbst z. B. der Mönch S i n t r a m berühmt als großer und kunstreicherBücherabschreiber. „Die ganze Welt diesseits der Alpen", sagt z. B. derGeschichtsschreiber von St. Gallen, Ekkehard IV., von ihm, bewundert dieHand unseres Sintram, der das Evangelinm schrieb (in goldenen Buch-staben)." Es ist zum Erstaunen, wie ein Mann so viele Bücher abschreibenkonnte; denn wir finden seine Handschriften an den meisten Orten desReiches. Doch wird man selten finden, daß er aus Versehen auch nurein Wort ausznstreichen hatte. Notker Labeo, von seinen Zeitgenossen„der Deutsche" genannt, widmete fast sein ganzes Leben dem Übersetzenlateinischer Schriften ins Deutsche. Ebenso berühmt waren die Mönche