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Erster Teil. Altertum und Mittelalter.
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des Ritters Walter von Habenichts zogen sie schon imFrühjahr 1096 aus. Doch erntete diese Voreiligkeit nur Miß-erfolg. Die meisten kamen schon in Kleinasien um.

Erster Zug. Das erste eigentliche Kreuzheer brach imAugust 1096 aus dem Abendlande auf. Seine hervorragendstenFührer waren: Gottfried von Bouillon, Herzog vonNiederlothriugen, und sein Bruder Balduin, Raimund,Graf von Toulouse, und Herzog Robert von der Normandie,Boemund, Fürst von Tarent, und sein Reffe Tauered.Im Mai 1097 trafen die verschiedenen Heeresteile vor Ricäain Kleinasien zusammen. Es waren etwa 400,000 Mann,darunter 100,000 Reiter. Darauf eroberten sie nach neun-monatlicher Belagerung die syrische Stadt An t i o ch i e n. End-lich am 6. Juni 1099 langten die Kerntruppen vor Jerusalem

UM mi, und am 15. Juli 1099 fiel Ierusalem wieder indie Hände der Kreuzfahrer. Leider ließen sich dabei dieSieger zu Grausamkeiten hinreißen, die ihrem christlichenNamen, wie ihrer Ehrfurcht vor den heiligen Stätten wenigNuhnl brachten.

Gottfried von Bouillon aber sollte jetzt König vonJerusalem werden; doch dankend lehnte er die Krone ab mitden Worten: „Da, wo mein Erlöser eine Dornenkrone trug,will ich keine Königskrone tragen", und verlangte, daß manihn nur „Beschützer des heiligen Grabes" nenne. Zumgroßen Unglück für die Christenheit starb er auch schon imJahre 1100, nachdem er zuvor noch einmal ein türkisches Heerbei Ascalon geschlagen hatte, das inzwischen zum Entsatzevon Jerusalem aus Ägypten herbeigeeilt war.

Ihm folgte in der Regierung sein Bruder Balduin,der nun auch den Titel „König" trug. Das neue Reich selbstaber dehnte sich bald bis an den Euphrat und das RoteMeer aus.

1147 Zweiter Zug. Allein trotzdem waren diese Eroberungennicht von Dauer. Teils fehlten den Siegern die Mittel, nachgewonnener Schlacht ihre Macht auch zu erhalten und zubefestigen, teils zersplitterte die Uneinigkeit unter den Führernihre Streitkrüfte. So käm es, daß die Türken schon 1144Edessa, die Vormauer Jerusalems, wieder eroberten. Frei-lich predigte jetzt Bernhard von Clairvanr (ein berühmter