103
es den Künsten und Wissenschaften; neue Ideen wurdengeboren, neue Anhaltspnnkte gefunden. Überdies konnten dieAbendländer eben damals von den Morgenländern, Griechenund Arabern, vieles lernen. Endlich hob sich durch die Kreuz-züge auch der Bürgerstand, das Rittertum; Sittenund Gebräuche wurden veredelt und auch das religiöseBewußtsein wurde gesteigert.
12. Die Schweiz von der Gründung des neuburgundischenWeiches öis zum Aussterbeu der Kerzoge von Zähringen.
( 888 — 1218 .)
a) Von der Gründung des neuburgundischen Weiches bis zurZuteilung der gesamten Schweiz zum Deutschen Weiche.
( 888 — 1032 .)
1. Neuburgnnd. Schon der erste König von N e ub u r g u n d,Rudolf I. erweiterte das Reich, indem er erobernd bis gegenBasel vordrang. So beherrschte er schließlich fast die ganzewestliche Schweiz. Der berühmteste König dieses Geschlechtesaber war Rudolf II. Auch dieser suchte sein Gebiet aus-zudehnen, doch mehr gegen Osten. Dadurch aber geriet ernatürlich in Streit mit Herzog Burkhard von Aleman-nien und wurde von demselben auch bei Winterthur (919) 919besiegt. Gleich darauf jedoch wurde Friede geschlossen undRudolf II. führte die Tochter Bnrkhards als seine Gemahlinheim. Es war dies die „gute Königin Bertha", von welcherspäter der Volksmund so viel zu erzählen wußte.
Im Jahre 933 wurden Hoch- oder Neuburgnnd 933und Niederburgund wieder zu einem Reiche vereinigt undzugleich gegen Osten bis an die Reuß erweitert.
Der letzte bnrgnndische König war Rudolf III., dervor seinem Tode (1032) das Reich an Deutschland abtrat.
Der damalige deutsche König, Konrad II., mußte jedochden Adel trotzdem erst noch zur Anerkennung zwingen. Erbesiegte ihn indessen bei Murten, worauf er sich in Payernekrönen und in Genf huldigen ließ.
2. Alemannien. Auch Alemannien, d. h. die deutscheSchweiz mit Chur-Rätien, wurde nach der Auflösung des