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alten Karolingerreiches wieder frei und selbständig. Dvch ge-lang hier die Losscheidung vom Deutschen Reiche, dem es, wiewir gesehen haben, durch den Vertrag von Verdun zugeteiltworden war, viel schwerer, als bei den westlichen Reichen.Einen ersten Versuch, diese Selbständigkeit zu erwerben, machtez. B. unter König Konrad I. (911—919) Bnrkhard, Mark-graf von Chur. Aber gegen ihn kämpfte Salomvn III.,Bischof von Konstanz und Abt von St. Gallen, der demKaiser treu ergeben war; der Markgraf selbst verlor dabeidas Leben. Dagegen wurde sein Sohn Bnrkhard I. (917),derselbe, der auch den Kampf mit Burgund führte, nun dochals Herzog von Alemannien ausgerufen. Doch legte auch erS 2 <> schon 920 das Reich wieder in die Hände des deutschen KönigsHeinrich I. zurück.
Noch einmal entbrannte indessen ein blutiger Kampf um1024 Alemannien. Es war um das Jahr 1024, als E r n st II.Herzog von Alemannien und sein Stiefvater Konrad II.deutscher Kaiser war. Ernst II. erhob nämlich von seinerMutter Gisela her Erbansprüche auf Burgund. Konrad da-gegen beanspruchte dasselbe ebenfalls. Da fiel Ernst mitGraf Werner von Kyburg mit Heeresmacht in Burgundein. Doch der Kaiser siegte, erklärte Ernst in die Reichsacht,unterwarf Alemannien oder Schwaben, wie es jetzt genanntwurde, und belagerte Kyburg. Ernst und Werner aber ver-banden sich aufs neue. Da versprach Kvurad, Ernst alsHerzog von Schwaben wieder einzusetzen, wenn er seinen ZreundWerner preisgebe. Heldenmütig aber wies dieser die Zumu-tung zurück und Ernst und Werner wurden darauf im Schwarz-walde von den königlichen Truppen überfalle» und in wütendemGefechte getötet (1030). Im Jahre 1038 aber übertrug Kon-rad auch das Herzogtum Schwaben, wie Burgund, seinemSohne Heinrich, dem spätern König Heinrich III.
3. Einfälle der Ungarn. Um diese Zeit aber hatte unserLand auch von fremden Einfällen, wie znr Zeit der Völker-wanderung, wieder vieles zu erleiden. So zerstörten um das
91? Jahr 917 die Ungarn die Stadt Basel; 926 überfielenK sie St. Gallen.
4. Einfälle der Sarazenen. Ebenso brachen von Südenher die Sarazenen oder muhammedanischen Araber ein