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6 - Kalt IV. Auf Ludwig folgte Karl IV. von Böhinen(1347—1378). Dieser aber vergaß über der Sorge für seinErblaud das Reich fast ganz. so daß er des Reiches Erz-stiefvater" genannt wurde.
7. Wenzel. Noch schlimmer erging es seinem SohneWenzel (1378—1400), der sogar den Beinamen „der Faule"erhielt und im Jahre 1400 abgesetzt wurde.
8 . Ruprecht. Ruprecht von der Pfalz (1400—1410)besaß zwar guten Willen, doch ebenfalls zu wenig Macht undAnsehen, um dem zerrütteten Reiche wieder aufzuhelfen.
9. Sigismnnd. Unter Sigismnnd (1410—1437) fand
das berühmte Konzil von Konstanz statt (1414—1418). Zum 1414Unglück für die Kirche waren näinlich die Kardinäle auchnach der Rückkehr der Päpste von Avignon nach Rom immernoch uneinig. Die einen blieben auch nachher noch mehrfranzösisch gesinnt, die andern dagegen suchten sich vom Ein-flüsse Frankreichs wieder frei zu machen. Dieser Zwist spielteauch selbst in die Papstwahl hinein. So kam es, daß zweiPäpste zugleich gewühlt wurden, später sogar drei. Aufgabedes Konzils von Konstanz war es also vorab, die kirchlicheEinheit wieder herzustellen. Diese Aufgabe wurde auch ge-löst. Der rechtmäßige Papst dankte ab; die beiden andernwurden abgesetzt und einhellig Martin V. gewählt.
Gleichzeitig aber hatte sich in Böhmen selbst eine folgen-schwere Irrlehre verbreitet. Es war das die Lehre desJohann Huß. Huß war damals Professor an der vonKarl IV. errichteten Universität Prag. Er behauptete, werin einer Sünde sei, könne nicht regieren; jedermann habe dasRecht, ihm den Gehorsam zu künden, u. s. w. Seine Lehrewurde demnach auf dem Konzile verurteilt, er selbst aber nachden damaligen Gesetzen den weltlichen Behörden zur Bestra-fung überwiesen und von diesen dem Feuertode preisgegeben.
In Böhmen aber entbrannten darauf noch die langwierigenHussitenkriege (1419—1436; Johann Ziska).
10. und 11. Albrecht II. und Friedrich III. Auf dem
Throne folgten Sigismnnd wieder zwei Habsburger nämlich,Albrecht II. (1438-1439) und Friedrich IÜ. (1439 bis1493). Doch hatten beide für das Reich nicht viel gethan. 1493
Welt- und Schiveizergesch. 8