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Grafen- ober Fürstenfamilie zu sein; die Vögte, außer denAbgesandten des Kaisers, verschwanden; ebenso hatten sie nurdie Zinsen und Abgaben an das Reich zu entrichten. Wolltedaher auch ein deutscher Kaiser in der Folge einem Teileseiner Unterthanen besondere Gunst und Gnade erzeigen, soschenkte er diesem die Reichsfreiheit.
2. Das Anssterben der Zähringer. Nun war also ebenwieder ein mächtiges Herrscherhaus, dem die halbe Schweizzugeteilt war, erloschen; es war, wie wir schon bemerkt haben,der Stamm der Herzoge von Zähriugen (1218). Da- 1218durch aber fielen eine Reihe von Besitzungen, besonders Städte,an das Reich zurück, d. h. sie wurden reichsfrei, wie z. B.Zürich, Bern, Solothurn u. s. w. Die andern dagegen suchtendie neuen Fürstenhäuser, die als Erbe eintraten, dafür umso enger an ihr Haus zu ketten.
Unterdessen hatten sich im Herzen der Schweiz bereitsauch bäuerliche Gemei-nwesen gebildet.
a) Die Befreiung der Waldstätte.
- ( 1231 - 1318 .)
1. Die ersten Gemeinden. So führte insbesondere dieSorge um ihre Allüren den (große Alpeuweideplätze) unddie gemeinsamen Wälder die freien Bauern von Uri, Schwyzund Unterwalden oft zusammerr und vereinigte die Einzelnenschließlich zu einer Art Gemeinde. Dabei lernten sie sichgegenseitig kennen, hatten gemeinsame Bedürfnisse und Leidenund standen einander auch in Rot und Drangsal brüderlichzur Seite. So versuchten denn auch sie, besonders um sichvor der Herrschaft der Habsburger zu bewahren, die Reichs-freiheit zu erlangen.
2. Uri. Die ersten, welche diese wirklich erreichten,waren die Urner. Gar wichtig war nämlich für die deutschen 1231Kaiser damals, bei ihren beständigen Kriegen mit Italien,
die Straße über den Gotthard geworden. Natürlich kames aber dabei viel darauf an, wie die Leute am Gotthardund im Ursernthal dem Könige oder Kaiser gegenüber gesinntwaren; ihre Gunst konnte vieles erleichtern, ihre Ungunstvieles erschweren und verderben. Diese Gelegenheit also be-nutzten die Urner und baten um einen Freiheitsbrief — und