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Erlaubnis seines Richters. Außerdem soll jeder seinem Richter gehorchenund, falls es nötig wäre, selber im Thäte den Richter nennen, vor welchemer eigentlich zu Recht stehen soll. Und wenn einer dem Urteil sich wider-setzt und infolge seiner Hartnäckigkeit jemand von den Eidgenossen geschädigtwird, so sind sämtliche Verbündete gehalten, den vorgenannten Widerspenstigen;n Zwingen, daß er Genugthuung leiste.
U. Wenn aber Fehde oder Zwietracht zwischen irgend welchen Eid-genosseu entstehen würde und ein Teil der Streitenden sich tveigert, Rechtoder Genngthunng anzunehmen, sind die Verbündeten verpflichtet, dem an-dern zu belfen.
12. Diese obengeschriebenen zu gemeinem Wvhle und Heile verord-neten Bestimmnngen sollen, so Gott will, auf eivig dauern, und zumBeweis dessen ist auf Verlangen der Vorgenannten gegenwärtige Urkundegefertigt und mit den Siegelt! der drei vorgenannten Gemeinden undThäler bekräftigt worden. Geschehen in, Jahre des Herrn 1231 zn An-sang des Angnstmonats."
8. Adolf von Nassau. Albrecht, Heinrich VII. Adolfvon Nassau bestätigte indessen gerne, natürlich schon ver-möge seiner Gegcnstellnng zu Albrecht, die FreiheitSbriefc derUnter und Schwyzer. Kaum aber saß Albrecht nun dochauf dem Throne, als auch schon die alten Gefahren wieder-zukehren schienen; wenigstens ließ er bald nach seiner Thron-besteigung ein neues Verzeichnis aller habsbnrgischen Güter(Habsburger Urbar) auch in den Waldstätten anfertigen,ein Zeichen, daß er im Sinne hatte, seine Rechte daselbstwohl mit der Zeit wieder geltend zu machen, und nur seineErmordung (1308) bewahrte diese vor dem Kampfe.
Noch aus einem andern Grunde aber war sein Tod einGlück für die Waldstütte. Denn wie Adolf von Nassau, sowar auch Heinrich VII. von Luxemburg den Eidgenossenwieder günstig gesinnt. Ja, zum ersten wurden jetzt alle dreiLänder, also auch Unterwalden, gleichermaßen für reichs-frei erklärt (130!)).
9. Ludwig von Bayern nnd Friedrich von Österreich.
Bei der Dvppelwahl nach Heinrichs Tod aber hielten dieEidgenossen selbstverständlich wieder zn Ludwig von Bayern.Endlich aber sollte ihnen der Widerstand gegen die Habs-burger doch teuer zn stehen kommen, indem Friedrich derSchöne beschloß, sich furchtbar zu rächen. Mit der Aus-führung des Planes betraute er seinen Bruder Leopold.
>) Ochs«, t. c. II. 17.