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4. Zug. Umgekehrt wurde Zug von den Eidgenossen 1352eigentlich erobert und zum Bündnisse gezwungen. Vermögeseiner Lage am Eingang gleichsam in die Waldstätte war esnämlich für diese wie für Luzern ein außerordentlich wichtigerVorposten, von dem aus sie von Österreich immer und immerwieder befehdet werden konnten. Unmittelbar nach dem Bei-tritte von Glarus wandten sich also die Eidgenossen nachZug und belagerten die Stadt. Dieses schickte zunächst Ge-sandte an Albrecht, um ihn um schleunige Hilfe zu bitten.
Doch diese blieb aus, und so erklärte sich schließlich — es war
am 27. Juni desselben Jahres 1352 — auch Zug für denBund der Eidgenossen. Im Gegensatze zu Glarus wurde esauch sofort als vollberechtigtes Glied aufgenommen.
5. Bern. Der achte Ort, der dem Bunde beitrat, war 1353Bern (1353). Seit 1218 freie Reichsstadt, stieg dasselberasch zu hoher Blüte empor. So erwarb es z. B. 1332 auch
die Pfandschaft über das Thal Hasli. Damit aber erregtees den Neid des herumliegenden Adels und namentlich derStadt Freiburg. Diese beschlossen also einen Sturm gegendie Stadt und 1339 kam es zur Schlacht bei Laupen. 1338Die Waldstätte aber hatten in sreundnachbarlicher Weise schon1322 einen Vertrag mit den Bernern abgeschlossen betreffendHülfeleistung im Kriegsfall. Darum zogen sie diesen jetztauch zu Hülfe/ Bern blieb Sieger unter Anführung destapfern und gewandten R u d o l f v o n E r l a ch. Ja, die Beruerunternahmen jetzt selbst Feldzüge gegen ihre Feinde und be-sonders gegen Freiburg, bis 1342 der Friede geschlossen wurde.
Zehn Jahre später wurde auch der Vertrag mit den Wald-stätten erneuert und am 6. März 1353 endlich trat and)Bern ihrem Bunde bei.
6. Der Kampf um Zürich. Dreimal war unterdessenwegen der Zerstörung von Rapperswil Zürich von den Öster-reichern belagert worden, und auch ihm waren die Eidgenossenstets treu zur Seite gestanden. Das dritte Mal erklärteKarl IV. Zürich sogar den Reichskricg und stand 1354 nebenHerzog Albrecht mit einem Heere vor der Stadt. Da pflanztediese die Reichsfahne auf zum Zeichen, daß sie nur gegenÖsterreich, nicht aber gegen das Reich streiten wolle. Sofortverlangten die süddeutschen Städte den Rückzug des Reichs-heeres und Zürich blieb gerettet. Dagegen zeigte es sich den