Band 
Erster Teil. Altertum und Mittelalter.
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wegen ihrer Bündnisse mit den Eidgenossen von dem herum-liegenden österreichischen Adel schwer zu leiden. Zu ihremSchutze unternahmen diese daher 1468 einen Feldzug in denSundgau und den Schwarzwald. Herzog Sigismnnd vonÖsterreich mußte den Frieden abermals um schweres Geld er-kaufen. Er hatte nicht weniger als 10,000 Gulden Kriegs-entschädigung an die Eidgenossen zu zahlen und bis dahinjene Lande selbst als Pfandschaft zu überlassen.

c. Die „ewige Richtung" mit Österreich. Da lieh Karlder Kühne den Österreichern 50,000 Gulden und nahmdafür das Elsaß und den Schwarzwald zum Pfande. DenEidgenossen aber wurde die Summe ausbezahlt, und schondrohte ein neuer Krieg mit Österreich anszubrechen. Jetztlegte sich Ludwig XI. von Frankreich ins Mittel. Mitkluger Berechnung verstand er es, zwischen Österreich und denEidgenossen die sogenannte „ewige Richtung" vom Jahre1474 herbeizuführen. Durch diese verzichtete endlich Sigis- 1474mund auf alle österreichischen Ländereien, die bisher von denEidgenossen erobert worden waren. Dem Bunde aber schlössensich auch einige Städte am Rheine an. Zudem liehen dieseStädte Sigismnnd die 50,000 Gulden, um seine Pfand-schasten bei Karl wieder einzulösen.

d) Peter von Hageulmch. Allein dieser war keineswegsgesonnen, seinen Besitz so leichter Dinge wieder aus der Handzri geben. Er befahl im Gegenteil dein Vogte, den er überjene Lande gesetzt hatte, Peter von Hagenbach, die neuenUnterthanen noch mehr mit Steuern und Abgaben zum Ge-horsame zu zwingen. Der Vogt kam diesem Austrage ge-treulich nach. Insbesondere reizte er auch die Schweizer,indem er von ihren Kaufleuten hohe Zölle und Abgabenforderte. Endlich erhoben sich die Bürger von Breisach,ergriffen den Vogt, stellten ihn vor das Landgericht nnd ent-haupteten ihn. Auch die Schweizer waren dabei beteiligt.

Sie sollten also auch die Rache Karls fühlen.

2. Die Schlacht bei Herirourt. Doch lag dieser wegender Besetzung des erzbischöflichen Stuhles von Köln noch imStreite mit Kaiser Friedrich III. Er konnte deshalb nichtsofort gegen die Eidgenossen ziehen. Dagegen drängte Bern'zum Kriege, weil es von einer Niederlage gegen Karl am