Band 
Erster Teil. Altertum und Mittelalter.
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seht. Adrian vonBubenberg kommandierte die Besatzungund berichtete voll Edelmut an die Regierung von Bern:„Übereilt euch nicht, erwartet die übrigen Eidgenossen; solange eine Ader in uns lebt, gibt keiner nach." Am 22. Juni147 6 rückte die Hauptmacht der Eidgenossen heran. DieVorhut befehligte der Berner Hans von Hallwil, denGewalthaufen der Zürcher Hans Waldmann. die Nachhutder Luzerner Kaspar von Her teufte in. Wieder trugdie Tapferkeit der Eidgenossen einen herrlichen Sieg davon.

Damit war der Krieg zu Gunsten der Eidgenossen ent-schieden und Karls Macht gebrochen. Überdies eroberten jenebald darauf abermals die Waadt, und nur gegen eine Ent-schädigung von 50,000 Gulden erhielt Savoyeu sie wiederzurück. Dagegen blieben Murten, Grand son, Orbe undEchallens als gemeine Vogteien unter der Herrschaft vonBern und Freiburg.

5. Schlacht bei Nancy. Der treueste Freund der Eidge- 147 ?nossen in diesen schweren Zeiten war Herzog Renat vonLothringen gewesen. Auch er hatte sein Land bereits anKarl verloren, inzwischen aber wieder zurückerobert. Ihn be-drängte also nach nutzlosem Kampfe gegen die EidgenossenKarl aufs neue. Dankbar aber zogen jetzt mitten im Winter8000 derselben unter der Anführung des Hans Wald-

m a n n auch jenem zu Hülse. So verlor Karl auch die dritteSchlacht bei Nancy am 5. Januar 147 7 und damitThron und Leben. (Bei Grandson das Gilt, bei Murtcii den Mut,und bei Nancy das B l n t.)

6. Der Ausgang. Eine traurige Rolle aber spielte jetztvorab wieder Ludwig XI. von Frankreich. Es genügte ihmnicht, daß er die Eidgenossen in der höchsten Gefahr so schmählichim Stiche gelassen hatte, er beanspruchte jetzt trotzdem den Lö-wenanteil an der Beute, und dank seiner Geldmacht erhielter ihn auch. Gegen die Summe von 150,000 Gulden undeinige Handelsvorteile überließen ihm die Sieger das schoneBurgund samt der Freigrafschaft.

g) Neue innere Wirren.

(1481—1486.)

1. Der Zerfall der Sitten. Übergroße Beute an Geldund Gut blieb indessen doch aus den Burgunderkriegen in