Band 
Erster Teil. Altertum und Mittelalter.
Seite
160
JPEG-Download
 

— 1(50 —

Mark Silbers ohne Gnade verfallen sein. Datum Dienstag nach St.Othmari 1488. ^

d) Künste und Wissenschaften.

1. Tie Geschichtsschreibung. Immer noch bildeten auch in derSchweiz die Klöster einen Hort der Bildung und Wissenschaft. Namentlichwurden von Mönchen und Ratsschreibcrn der Städte die Geschichte desLandes in Chroniken erzählt und aufbewahrt. So war z. B. ein be-rühmter Chronist der Franziskanermönch Johannes von Winterlhnr,der um das Jahr 1340 eine lateinische Chronik und damit auch die Schlachtbei Morgarten beschrieb.

Später haben sich um die Schweizergeschichte besonders verdient ge-macht der Stadtschreiber Justinger von Bern, der GerichtsschreiberE t t e r l i u von Luzern und der Landschreiber T r i n e r t von Schwyz.Ebenso glänzte durch seine Gelehrsamkeit der Chorherr Häm Merlin inZürich.

2. Tie Dichtkunst. Auch die Dichtknnst blühte. So besang Halb-snter von Luzern die Schlacht bei Sempach, Veit Weber die Schlachtbei Hericourt u. s. w. *)

3. Tie Baukunst. Ebenso waren unter den 'Mönchen von St.Gallen und Einsiedeln geschickte Baumeister. Unter den Weltlichen bildetensich sogar eigene Banvereine, sogenannte „BanHütten." Aus dieserZeit stammten z. B. das Münster in Bern und die St. Lswaldskirchem Zug. Auch die Glasmalerei und Bildschnitzcrei fanden na-mentlich bei der Erbauung von Zunfthänsern und Rathäusern reiche Ver-wendung.

4. Buchdruckerkunst. Die erste Bnchdrnckerei in der Schweiz wurdezu B e r o m ü n st e r in Luzern um das Jahr t 470 errichtet.

5. Universitäten. Endlich gründete Papst Pins II. im Jahre 14-50die Universität zu Basel. 3 ) Derselbe schrieb auch, noch ehe er Papst war,als Äneas Sylvius einen Bericht an einen Freund über die Schlachtbei St. Jakob an der Birs. (n. 55.)

1 ) Bergt. Ächsli, a. ki. Ö. n. 40 u. n. 66. 2) Bergt. Öchsli, a. a. O. n. .50.

2 ) Bergl. ÖchSli, a. a. O. ll. St.