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ftabt; ihnen gegenüber traten Kardinal Cajetan, Karlvon Miltitz und später Dr. Eck, Lehrer an der Hoch-schule zu Jngolstadt in Bayern. Aber zu einer Einigungkam es natürlich nicht mehr.
Da belegte der Papst Luther mit dem Banne, indemer zugleich 41 aus seinen Schriften gezogene Sätze als irrigund der katholischen Lehre zuwiderlaufend bezeichnete und ihnzum Widerrufe nach Rom einlud. Luther aber verbranntedie Bulle und trennte sich damit vollständig von der Kirche.
1521 4 . Der Reichstag zu Worms. Unterdessen war Karl V.
an die Stelle seines verstorbenen Großvaters zum deutschenKaiser gewühlt worden. Karl V. blieb katholisch und ludLuther 1521 zum Reichstage nach Worms ein, um dortseine neue Lehre noch einmal zu verteidigen oder zu wider-rufen. Luther aber wollte nicht mehr zurück und so wurdedie Reichsacht über ihn ausgesprochen. Doch der Kurfürstvon Sachsen, Friedrich der Weise, hatte bereits für ihn ge-sorgt. Auf der Heimreise von Worms wurde er von ver-kappten Rittern überfallen und auf die Wartburg, eineinsames Bergschloß bei Eiscnach, gebracht. Hier übersetzteer die Bibel, schrieb Briefe und verfaßte einige deutscheKirchenlieder.
5. Neue Wirren, a) Der Bildersturm. Inzwischen warin Wittenberg, durch Karlstadt veranlaßt, ein gewaltigerBildersturm ausgebrochen. Luther sah sich genötigt,wieder auf dem Kampfplatz zu erscheinen, um dem ungestümenEifer einiger seiner Anhänger Einhalt zu thun.
1525 b) Der Bauernkrieg. Kaum war hier die Ruhe wiederhergestellt, als in Süddeutschland der sogenannte Bauern-krieg (1525) losbrach. Es war dies ein blutiger Aufstanddes Landvolks gegen Adel und Klöster, denen es bis jetzthauptsächlich zu dienen hatte, um die neue „christliche Frei-heit" auch für sich nutzbar zu machen.
c) Die Wiedertäufer. In Norddeutschland verkündeteThomas Münzer Gütergemeinschaft, verwarf die Kiuder-taufe und verlangte, daß die Erwachsenen noch einmal ge-tauft werden, weshalb seine Anhänger auch Wiedertäufergenannt wurden. (Knipperdolling und Johann von Leydenin Münster.)