Band 
Zweiter Teil. Die neuere und neueste Zeit.
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eingezogenen K irchengüter behalten; wenn aber ein geist-licher Reichsstand zum Protestantismus übertrat, mußte erauf seine kirchlichen Würden und Ämter und damit aufLand und Herrschaft verzichten (geistlicher Vorbehalt).

Luther war unterdessen bereits gestorben zu Eislebenl. r ,46. Auch Karl dankte jetzt ab. Die Kaiserkrone kam 1 54«an seinen Bruder Ferdinand; Spanien aber. Mailand.Neapel und die Niederlande gab er seinem Sohne Philipp(1556). Er selbst lebte noch zwei Jahre als Privatmannin St. Inste, in der spanischen Provinz Estremadura.

(Vorbereitung auf den Tod.)

b) In England.

(1532—1003.)

1. Heinrich VIII. In England regierte seit dem Jahre1509 König Heinrich VIII. aus dem Hanse Tudvr 1509 his1547. Heinrich war zuerst selbst ein eifriger Verteidigerdes katholischen Glaubens und Gegner Luthers. Da abergelüstete ihn, sich von seiner rcchmäßigen Gemahlin Ka-tharina von Spanien zu trennen und mit einer ihrerHofdamen, Anna Boleyn, eine nene Ehe einzugehen. Diese 1533Trennung sollte auch der Papst gutheißen. Das konntedieser natürlich nicht.

Daher sagte sich Heinrich von der Kirche los und er-klärte sich selbst zum Papste von England, indem er bei Strafedes Hochverrates verlangte, daß alle Geistlichen und Be-amten des Reiches ihn auch als ihr höchstes kirchliches Ober-haupt anerkennen. (S uprem atseid.) Katharina wurdeverstoßen und Anna Boleyn geheiratet. Doch bald war erauch dieser wieder überdrüssig und ließ sie hinrichten. Sohatte Heinrich nach einander sechs Frauen. Endlich starber selbst 1547. 1547

Im folgte sein Sohn Eduard VI. Doch war dieserdamals erst 9 Jahre alt. Statt seiner regierte daher seinOheim, der Graf Hersort, und zwar im Sinne seines Vaters.

Dagegen war Maria, Heinrichs Tochter aus ersterEhe, die nun (1553) zur Regierung kam, wieder katholisch.

Sie suchte deshalb auch der alten, katholischen Religion wie-der zum Durchbrüche zu verhelfen.

Welt- u. Schweizergesch. II. 2