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Da erschienen von Seite der Protestanten aufs neueauf dem Kampfplätze der Markgraf Friedrich von Baden.Herzog Christian von Brannfchweig und Ernst vonMansfcld. Allein Tilly schlug auch diese in der Schlachtbei Wimpfen am Neckar und bei Höchst am Main. Da-mit eroberte er zugleich die Pfalz mit der altberühmten Haupt-stadt Heidelberg. Ja, bis nach Westfalen eilte er dem Her-zog Christian nach. Endlich erlitten Christian und Fried-rich eine nochmalige Niederlage bei Stadtlohn. Friedrichfloh nach dem benachbarten Holland.
2. Ter niedersächstsch-dänische Krieg (1625—29). Nocheinmal rüsteten sich die Glieder der Union zum Widerstände.
Als Anführer des Bundesheeres wählten sie jetzt König Chri-stian IV. von Dänemark. Doch in demselben Augen-blicke wurde auch dem Kaiser neue Hilfe zu teil. Walle li-ste in. ein böhmischer Edelmann und kaiserlicher Oberst, ver-sprach ihm, auf eigene Kosten ein Heer zu stellen, wenn erihm den Oberbefehl über dasselbe übertrage.
Wallenstein war einer der reichsten Grundbesitzer jener Zeit lindhatte bereits einmal dem Erzherzoge von Steicrmark, dem spätern KaiserFerdinand II., im Kriege gegen Beliebig »lid während des böhmischenAnfstandes sich nützlich erwiesen. Deshalb hatte ihm der Kaiser bereitsauch die Herrschaft Friedland mit dem Herzogtiiel verliehen. Walleiisteinwar übrigens in frühester Jugend selbst Protestant; erst mit 16 Jahrenwurde er katholisch; später jedoch hatte er sozusagen allen Glauben verloren;dagegen huldigte er sehr stark dein Aberglauben, insbesondere der Stern-denterei. —
Der Kaiser nahm das Anerbieten natürlich gerne an.Wallenstein ließ also die Werbetrommel rühren und in derThat waren binnen wenigen Tagen 20 000 Söldner ausaller Herreu Länder unter feine Fahne geeilt.
a) Die Kämpfe. M ansfeld aber war mittlerweilebereits wieder ins Feld gerückt. Ihm also zog Wallensteinzuerst entgegen. An der Desfaner Brücke (über die Elbe)kam es zur Schlacht (1626). Mailsfeld wurde geschlagen 1626und floh nach Dalmatien, um von dort per Schiff nachVenedig zu entkommen. Doch ereilte ihn linterwegs der Tvd.
Aber auch Tilly war inzwischen nicht müßig geblieben.
Er besiegte Christian IV. von Dänemark bei Lütteram Barenberge (1626).