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diesem hatten protestantische Fürsten und Adelige das Recht,aus ihrem Grund und Boden protestantische Kirchen zu er-bauen. Dagegen genossen dieses Recht nicht die protestanti-schen Unterthanen katholischer Gutsherren. Nun bauten aberletztere dennoch Kirchen im Gebiete des Erzbischofs von Pragund des Abtes von Braunau. Abt und Bischof aber ließendieselben wieder niederreißen.
4. Der Fenstersturz zu Prag. Da kam es unter derFührung des Grafen von Thurn zu einem Ausstand derProtestanten in Prag. Das kaiserliche Schloß wurde erstürmt,und zwei kaiserliche Statthalter, welche für die Hanptfeindeder Protestanten galten, wurden, nebst ihrem Gcheimschreiber,zum Fenster hinausgestürzte Die Jesuiten, die auch hier bereitssich niedergelassen hatten, wurden vertrieben. Die Unionsandte Hilfstruppen unter Ernst von Mansseld.
5. Ferdinand kl. Zudem starb eben jetzt der nächsteNachfolger Rudolfs tl., Kaiser Mathias (1612—1619).An seine Stelle trat Ferdinand II. (1619—1637), aber-mals ein Anhänger und Verteidiger des alten Glaubens.Da versagte Böhmen Ferdinand die Huldigung und wühlteFriedrich V. von der Pfalz zum König. Jetzt warder Krieg natürlich unvermeidlich.
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Es war demnach der Dreißigjährige Krieg zunächstein Religionskrieg in des Wortes vollster Bedeutung. „HieKatholik! Hie Protestant!" war das Losungswort. Erstspäter spielte die Politik die Hauptrolle in demselben.
d) Der religiöse Krieg.
( 1618 — 1630 .)
1. Der böhmisch-pfälzische Krieg (1618 - 1623). Fer-dinand II. rief die Liga zu Hilfe. Maximilian von Bayernsandte ein Heer unter General Tilly. Es kam zur Schlacht>630 am weißen Berge bei Prag (1620). Friedrich wurde be-siegt und mußte fliehen. Seine Herrschaft hatte also nureinen Winter gedauert; er erhielt deshalb auch den Spott-namen „Winterkönig".