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mischte es sich auch offen in den Kampf. Ja, bald sankendie Deutschen zu Söldlingen in französischen Diensten herabunter den Feldherren Turenne und Condä.
Die ganze Art der Kriegsführung aber glich nunmehreinem reinen Raub- und Erobernngszuge fremder Mächteauf deutschem Boden. Deutschland war das Aas, an demder französische und schwedische Adler zehrten.
Freilich waren schon seit 1642 Friedensunterhandlungenim Gange. Allein die Habgier der Schweden und Franzosenkannte keine Grenzen mehr. Jeder kleine Wechsel des Kriegs-glückes schob einen endlichen Abschluß wieder auf Jahre hin-aus. Zudem starb inzwischen auch der Kaiser Ferdinand II.Ihm folgte sein Sohn Ferdinand III. (1637—1657). DieFranzosen besetzten abermals Bayern, indessen die Schwedenneuerdings Prag bedrohten.
d) Der Friedensschluß.
( 1648 .)
Endlich war man des langen Schlachtens doch müde.Es kam zum westfälischen Frieden 1648, so genannt, weildarüber in zwei Städten Westfalens unterhandelt wordenwar: zu Münster mit Frankreich und zu Osnabrückmit Schweden.
Die Bedingungen waren folgende:
1. Religiöse Bestimimingen. In religiöser Beziehungerhalten Katholiken, Lutheraner und schweizerische Reformiertefreie Religionsübung. Daneben gilt die alte Bestimmung:„Wer Herr über das Land ist, der ist auch Herr über dieReligion seiner Unterthanen." Ebenso wird der „geistlicheVorbehalt" gewahrt. Von den Kirchengütern muß zurück-gegeben werden, was seit dem Jahre 1624 (Normaljahr)eingezogen wurde.
2. Gebietseinteilung. In Bezug aus die Gebietseintei-lung erhält den Löwenanteil Frankreich, nämlich alle bis-her österreichischen Lande auf dem linken Rheinufer, d. h.Elsaß-Lothringen mit Ausnahme der freien Städte Straß-burg, Kolmar und Schlettstadt. Ebenso wird ihm die Ober-hoheit über die Städte Metz, Toul und Verdnn, die Moritzvon Sachsen an dasselbe abgetreten, feierlich bestätigt.
1648